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Offline antonio  
#16 Geschrieben : Freitag, 1. März 2013 13:49:28(UTC)
antonio

Rang: Neues Mitglied
Mitglied seit: 01.03.2013(UTC)
Beiträge: 6
Hallo Roland,

mir scheint, dass Jan das oben richtig betrachtet hat.
In der Preisklasse um 200 Euro kann man sich brillenträgertaugliche (China)Gläser mit Drehaugenmuscheln und ausreichendem Augenabstand erwarten - ich sehe meiner Erfahrung nach vorweg keinen Grund, an den Angaben, die sich um 18mm bewegen, fundamental zu zweifeln.
Das TS WP hat keine Drehaugenmuscheln, worin ich als Brillenträger einen größeren Nachteil sehe, denn die Klappaugenmuscheln dieser Machart reißen nach einiger Zeit. Optisch und mechanisch wird es aber den teureren Gläsern nicht nachstehen.
Ich schätze, dass allfällige Serienschwankungen hier den größeren Ausschlag geben als Markennamen. Wenn man ein gut justiertes Exemplar erwischt (das wird auch die Mehrzahl sein), kann man zufrieden sein. Das optisch vielleicht/wahrscheinlich bessere Bresser Montana hat allerdings ein engeres Sehfeld. Um 114m sollte das Sehfeld bei einem 10x50 für Brillenträger liegen (kleine Schwankungen in Wechselwirkung zu denen des tatsächl. Augenabstands vernachlässigt), selbst wenn die Randschärfe nicht hervorragend ist. Bak4 als Prismenglas ist übrigens Standard.

Eine wesentliche Frage scheint mir hier zu sein, brauchst du überhaupt Brillenträgertauglichkeit? Das ist ja kein positives Ausstattungsmerkmal an sich!
Wenn nicht, wäre etwa auch das Nikon Action VII eine Möglichkeit, die deutlich günstiger ist.
Ein wichtiger Faktor ist das Gewicht, wenn man freihändig beobachtet. Was über ein Kilo geht, scheidet für mich für längere Beobachtungen aus. Das ist der Fall beim berühmten Fujinon-Glas um 800 Euro und erst recht bei seinen China-Klonen. Qualitativ (und preismäßig) dazwischen dürften Gläser von Vixen sein, die gewichtsmäßig im Rahmen (MEINEM genannten Rahmen) bleiben.

CS
Antonio

Bearbeitet vom Benutzer Freitag, 1. März 2013 13:51:42(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

Offline Niklo  
#17 Geschrieben : Montag, 4. März 2013 15:41:08(UTC)
Niklo


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 11.01.2013(UTC)
Beiträge: 834
Wohnort: Bayern Raum FFB
Hallo Antonio,
danke für Deine Antwort. Nein, ich brauche nicht zwingend Brillentauglichkeit. In den 70er und 80er
Jahren gab es in Deutschland noch günstige "Made in Germany" Gläser. Ich habe naiverweise gehofft, dass das Eschenbach vielleicht in Europa gefertigt sein könnte. Es hat sich leider herausgestellt, dass es in China
hergestellt wird. Nicht dass die Qualität der Gläser aus China schlecht wäre, aber mir wäre es zumindest wichtig, dass die Arbeitsbedinungen für so ein Glas einigermaßen OK sind. Andernfalls fürchte ich, dass ich mich an der Ausbeutung dieser Menschen beteilige. Vielleicht seh ich das auch zu negativ...
Eventuell wäre Nikon eine Alternative zu den Gläsern aus China.
Ich hab mir die Europäischen Gläser angeschaut. Docter scheint noch der günstigste Vertreter zu sein, aber
die Porrogläser wirken extrem unförmig, globig und mehr nach Militärware die man auch als Nahkampfwaffe benutzen kann.
Das Gewicht ist meines Erachtens mit 1,5 kg auch zu schwer. Ich hab mich also entschieden ein gebrauchtes
Carl Zeiss Jena Dekarem zu kaufen. Klar, die Gläser sind nicht neu (und oft auch vom Gehäuse abgenutzt)
aber man hat ein gutes Mittelklasseglas das nicht aus China kommt.
Jetzt hab ich ein Glas aus China (TS 20x80) und eben dieses Glas neu gekauft. Ich hab dazu etwas auf erste und zweite Beobachtung geschrieben.
Viele Grüße,
Roland
8x20, 8x30, Nikon Action 7x50, Zeiss Dekarem 10x50, TS 20x80, LZOS 33T20x50
Bresser Newton 114/900, Vixen GP-R114E, Orion UK 150/1200, FH Vixen 80L, FH 4" f/11, FH 4" f/15, Vixen Fl102s
Offline antonio  
#18 Geschrieben : Montag, 4. März 2013 16:41:17(UTC)
antonio

Rang: Neues Mitglied
Mitglied seit: 01.03.2013(UTC)
Beiträge: 6
Hallo Roland,

eine konsumpolitische Frage also, ich verstehe.
Bei Nikon kommt in diesem Zusammenhang dann aber auch nur das obere und oberste Preissegment in Frage (made in Japan)!
Ich glaube nicht, dass Fernoptik der vordringliche Bereich von Ausbeutung billiger Arbeitskräfte in China ist, da gehört doch schon mehr Know how dazu? Wohl aber ist es z.B. die Textilindustrie und es erscheint mir etwa unbegreiflich, wie man dies wissend (oder doch ahnen könnend) modische Nachbehandlungen von Jeans durch (Billig)Kauf unterstützen kann, wo die größten und dazu unnotwendigsten Schadstoffbelastungen billiger Arbeitskräfte (die keine große Wahl haben) gerade auch hier entstehen, wie uns das Fernsehen zeigt.

Mit einem Glas aus Jena unterstützt du die Instandhaltungs- und -setzungskultur, was ich nur löblich finden kann (und selbst andernorts bewußt so betreibe). Dabei sind die Gläser ja (sehr) gut, wenn auch großteils nicht brillenträgertauglich, was dir egal sein kann. Dafür hast du auch noch größere Sehfelder!

So viel dazu, halb off topic.

Viele Grüße!
Antonio

Bearbeitet vom Benutzer Montag, 4. März 2013 16:43:50(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

Offline tigger  
#19 Geschrieben : Montag, 4. März 2013 16:42:35(UTC)
tigger


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 06.09.2008(UTC)
Beiträge: 4,764
Wohnort: Taunus
Hi Roland...


Meinst du die NIKONs kämen woanders her ?? LOL
Was Du heute in der Preisklasse kaufst riecht immer nach Krupuk Wink
Wenn man mich nicht falsch informiert hat (ich räume ein daß es so sein könnte, halte es aber für unwahrscheinlich)
dann sind auch die (günstigen) Nikon-Gläser mittlerweile aus dem Land des Lächelns.

Edit: Antonio schreibt es völlig korrekt ! Nur die RICHTIG teuren Nikons werden noch in Nippon gefertigt.

Zitat:
wichtig, dass die Arbeitsbedinungen für so ein Glas einigermaßen OK sind. Andernfalls fürchte ich, dass ich mich an der Ausbeutung dieser Menschen beteilige

Will dir da nun nicht auf die Füße treten und muß mir ehrlich gesagt wirklich angestrengt ein Lachen verkneifen,
aber "FairTradeFerngläser" wirst Du (zu dem Preis) nicht finden. Genausowenig wie FairTrade PCs, Autos, TVs, Handys.....

Böse Welt. Aber Du und ich retten sie nicht mehr....is so !Glare


Gruß und klaren Himmel

Jan

Bearbeitet vom Benutzer Montag, 4. März 2013 16:46:00(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

Adventure. Heh. Excitement. Heh. A Jedi craves not these things.



Offline Niklo  
#20 Geschrieben : Dienstag, 5. März 2013 07:33:54(UTC)
Niklo


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 11.01.2013(UTC)
Beiträge: 834
Wohnort: Bayern Raum FFB
Hallo Antonio,
danke für Deine Antwort. Ich hoffe auch, dass die Arbeitsbedingungen beim Fernglasbau auch in China einigermaßen erträglich sind. Es geht mir dabei nicht darum, dass die Leut dort angemessen verdienen, so etwas würde ich mit Fairtrage verbinden, sondern ob die Leute oder Kinder hergeschunden werden und unter den schrecklichen Arbeitsbedingungen erkranken usw. Ich denk jetzt einfach mal positiv dass dies nicht die Sparte Fernglasbau betrifft. Immerhin hat der Wolfi geschrieben, dass die chinesischen Lieferanten tagelang um das chinesische Neujahr herum nicht erreichbar waren, da soviele im Urlaub waren. Das hört sich für mich schon gut an Wink

Zu Nikon, ich hab ein 5 bis 10 Jahre altes Nikon Aktion 7x50. Es hat damals glaub ich etwas über 100 bis 150 Euro gekostet und auf dem Fernglas steht (Nikon Vision, Japan) und "Made in Japan".
Damals hat man also noch in Japan gefertigt (oder nur so getan Wink.

Viele Grüße,
Roland
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Offline Niklo  
#21 Geschrieben : Dienstag, 5. März 2013 07:47:31(UTC)
Niklo


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 11.01.2013(UTC)
Beiträge: 834
Wohnort: Bayern Raum FFB
Hallo Jan,
danke auch für Deine Antwort. Auf meinem Nikonglas, das ich vor ein paar Jahren gekauft habe steht noch "Made in Japan" droben. Ob das stimmt weiß ich natürlich nicht oder es hat sich die letzten Jahre geändert. Mein Glas hat damals so um die 150 Euro gekostet.

Das ist wenig, aber vor ca. 30 Jahren hat man ja auch noch relativ günstige Ferngläser aus Deutschland bekommen. Von dem her halte ich es nicht für unmöglich.

Ganz "Fairtrade" bekommt man in dem Preissegment bis 200 Euro sicher kein neues Fernglas. Mir würds schon reichen wenn die Leute nicht unter Sklavenähnlichen/unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen und nicht aufgebraucht werden ... (siehe Kommentar oben). Ich hoffe, dass dies beim Fernglasbau auch in China nicht
der Fall ist und geh jetzt einfach mal davon aus...

Viele Grüße und einen klaren Himmel,
Roland
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