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Offline Astroengel  
#1 Geschrieben : Sonntag, 26. September 2010 18:23:32(UTC)
Astroengel


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 17.02.2010(UTC)
Beiträge: 276
Wohnort: Taunus
Hallo zusammen


Diesmal basteln wir uns eine Binomount.

Nachdem einige von Euch die 1. Version meiner Bino-Montierung in Rhena testen konnten, habe ich mehr als nur die Verbesserungsvorschläge
umgesetzt. Mittlerweile liegen hier so viele gebaute und wieder verworfene Teile rum, das man daraus noch mehrere Montierungen bauen könnte. UserPostedImage
Die aktuelle Version, mit der ich jetzt erstmal zufrieden bin, läuft bei mir unter der Versionsnummer 4.
Geblieben sind Teile der parallelen Stangen und der Name, den Yannik ihr in Rhena treffenderweise beim ersten Anblick gegeben hat: Wall-E. UserPostedImage

Bild Nummer

Jetzt aber zur Binomount.

Wie so eine Binomount aussieht oder aussehen kann, kann man ja gleich durzendfach Beispiele finden. Viele Varianten vom Kopf- oder Schulter-
gestell, über die Stativmontierung bis zum Zahnarztstuhl UserPostedImage sind bereits realisiert. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und ich habe
auch noch zwei persönliche Ideen, die ich so noch nirgends realisiert gesehen habe. Doch die kommen eher im nächsten Jahr.

In dieser Bastelstunde geht es um den Klassiker "Stativ mit Parallelogramm, Gegengewicht, Fernglashalter" und was man aus dem herausholen kann.

Bild Nummer

Grundsätzliche Überlegungen:

Die Geometrie

Die Auslage eines Bino ist begrenzt durch sein Gewicht. Je schwerer das Glas und je weiter es von der Stativachse weg ist, um so schwerer
muss das Gegengewicht ausfallen. Damit steigen die Stabilitätsanforderungen an die Gesamtkonstruktion sowie die Kosten stark an. Wie schon
in Rhena einige sehen konnten, wird die Auslage des Gegengewichts bereits bei rund 60cm als störend bzw. als "bedrohliche Keule" UserPostedImage angesehen.
Hier gilt es unter dem Radius des Stativ-Drehbeins zu bleiben. Dies kann zum einen durch die Erhöhung des Gewichts, zum anderen durch die
Reduzierung des Parallelogramm- und Binohalter-Gewichts bzw. deren Auslage erreicht werden.

Das Problem das bei einer Verkürzung der Auslage entsteht, ist der geringere Hub den das Bino ausführen kann. Da ich ein dreiteiliges Stativ
verwende, kann ich hier verlorene Flexibilität kompensieren, indem ich je nach Bedarf die Grundhöhe zwischen "Liegestuhl" und "Hochsitz"
variieren kann. Für den niedrigsten Einblickpunkt im Zenit geht maximal ne Isomatte, damit der Kopf noch drunter passt und für den höchsten
Zenitheinblick braucht mein Schwager nen Stuhl und der ist 2,04m groß (der Schwager, nicht der Stuhl UserPostedImage ). Wer natürlich ein Vermessungsstativ
sein eigen nennt, kann die solide Basis auch mit längerem Ausleger und höherem Gegengewicht belasten, um einen größeren Hub zu realisieren.

Zur Ermittlung der Auslagelängen habe ich mich einfach an die Pendelwaage gehalten und nur auf Basis des Binogewichts gerechnet. Eine
genauere Berechnung lohnt meines Erachtens für den normalen Bastler nicht, da die Verhältnisrechnung recht gut aufgeht. Für mein 2600g Bino
habe ich rund 5200g Gegengewicht und das Ergebnis ist ausreichend kompakt. Dabei ist der Abstand von der Mittelachse zum Binoschwerpunkt
fast genau doppelt so lange wie der Abstand der Mittelachse zu den Gewichten (Differenz von 2 cm). Hier wird deutlich, dass das Mehr an
Holz auf der Binoseite vom Hebel her kaum ins Gewicht fällt.


Die Materialwahl

Natürlich ist es keine Frage, dass die Konstruktion auch z.B. durch standardmäßige Aluprofile realisiert werden kann. Für die prototypische
Evolution nutze ich jedoch lieber Holz. Es lässt sich leichter bearbeiten und ist bei vernünftiger Dimensionierung recht Gewichtsneutral.
Außerdem sind die Profile ja nicht ganz billig und wenn ich eine Konstruktion verwerfe, habe ich den Schrott rumliegen. Bei der Nutzung hat
Holz schließlich den Vorteil, dass weder die Finger festfrieren noch das ganze Gestell zutaut. Außerdem hat man es mit den Holzresten immer
noch warm in der Werkstatt. UserPostedImage

Beim Holz müssen wir uns natürlich wieder mal mit der Sorte befassen. Zunächst scheidet für mich Nadelholz wegen der Splitterneigung aus.
Mein geliebtes Multiplex ist nach einigen Proben bereits in der Startphase rausgefallen. Was für den Kistenbau super ist, passt halt nicht
unbedingt in gleichem Maß für komplexe Formen mit mechanischen Funktionen. Bei den mit Hartholz erzielbaren geringen Materialstärken ists
dann dahin mit der Stabilität des Multiplex und bei kräftigen Schraubverbindungen drückt es die Unterlegscheiben in das Furnier rein.

Holz, welches im Möbelbau Verwendung findet und auch dort zu den stabileren Sorten gehört, ist wohl die beste Wahl für eine dauerhafte
Konstruktion. Meine Wahl fiel auf die überall verfügbare Buche, wobei ich für den Prototypenbau die billigen Leimholz-Regalbretter nutze
und erst wenn ich weiss wie es endgültig sein soll, das teure Massivholz verarbeite. Man kann natürlich auch für gewisse Prototypenteile
mit Multiplexresten arbeiten, nur mein Bino hänge ich an die entscheidenden Teile zum testen nicht dran.


Die Verbindungsteile

Generell gilt Ponal Blau wasserfest immer als erste Wahl für feste Verbindungen. Ich habe massive Verschraubungen ersatzlos gestrichen und
nutze nur noch die Verleimung. Zur Sicherheit kann man immer noch Holzdübel quer einleimen, damit auch garantiert nichts passieren kann.
Für bewegliche Teile habe ich fast durchweg 8mm Verschraubungen, da diese sauberer laufen als die 6mm Version und mehr Auflagefläche bieten.

Alle Lager sind normale Schraubenachsen. Die Auflagefläche wird mit großen Unterlegscheiben vergrößert und alle Schrauben sind selbstsichernd.
In allen Fällen beweglicher Bauteile laufen Teflonpads auf EbonyStar. Der Andruck jeder Einzelachse kann feinfühlig über die Schrauben
angepasst werden. UserPostedImage

Bild Nummer

Der Aufbau

Dreh- und Angelpunkt ist hier natürlich der Stativkopf. Mit zentraler zölliger Kombischraube und einem kleinen Auflageteller mit 3 Bohrungen
ist es gar nicht so einfach eine hinreichend stabile Basis zu schaffen. Auch bei nah nebeneinander liegenden Bohrungen darf hier auch bei
hoher statischer Belastung nichts ausbrechen, wenn man Linsensuppe aus der Doppelpackung UserPostedImage vermeiden will. Hier habe ich bestimmt alleine
4 Varianten gebaut. Hier sind die fein raus, die über ein Vermessungsstativ verfügen, da die Auflagefläche hier beliebige Konstruktionen
zulässt.

Die Führung und Aufnahme für die Stangen zu bauen ist dagegen schon wieder Kinderkram. Ihr solltet nur bedenken, dass die Drehpunkte um so
weiter auseinander liegen müssen, je stärker ihr vertikal schwenken wollt, da die parallelen Stangen mit zunehmender Auslenkung irgendwann
zusammenstoßen. Dies gilt auch besonders für den Stativkopf, wenn er einen größeren Durchmesser hat. Hier hilft dann nur Höhe rein zu
konstruieren. Ich habe unter anderem aus diesem Grund die Gegengewichtsstange nach oben verlegt. Hatte der vertikale Schwenkbereich noch
ausreichend Freiheit, so sind jedoch die Gewichte an den Beinen angeschlagen. Ihr wisst ja, sowas gibt blaue Flecken UserPostedImage oder im Fall meines
Stativs würde es die Neoprenpolster ruinieren. UserPostedImage

Die Stangen müssen ausreichend dick sein, damit keine seitliche Verbiegung auftritt. Für die 2,5 kg Klasse reicht das mit 2cm Dicke bei 4cm
Höhe völlig, jedoch würde ich mir genau überlegen, ob das mit den Binos ab 100mm auch noch reicht. Da wir dann über 5-8kg (nur Bino) reden,
würde ich 2 Stangen parallel auf Abstand anbringen und auch mal leicht querverstreben um seitliche Kräfte z.B. bei leicht schiefer Aufstellung
auszugleichen. Da in meinem Stativ eine Dosenlibelle ist, korrigiere ich solche Schiefstände jedoch bereits beim Aufbau, da der perfekte
Gewichtsausgleich bei Schräglage nicht mehr richtig funktioniert. Da setzen dann Drehkräfte an, die durch stärkeren Druck auf die Lager
kompensiert werden müssen und schon ist der mühevoll erkämpfte seidige Lauf dahin. UserPostedImage

Der Binokopf hat praktisch die Funktion eines Kugelkopfes, jedoch mehr Bewegungsfreiheit als dieser und ist bezogen auf die Tragfähigkeit
dabei locker um Faktor 20 (!) preiswerter. Das Bino lässt sich bei horizontaler Lage um 360 Grad drehen. Bei Zenitstellung sind es dann noch
180 Grad. Natürlich kann man wenn man aufm Berg steht auch gleich mal ins Tal schauen, ob noch ein Spechtler anrückt, da der Binokopf auch
in umgekehrter Richtung 180 Grad zulässt.
Die Azimuthachse des Binokopfs liegt dabei außerhalb des Schwerpunkts, was aber durch stabile Bauweise und die einstellbare Teflon/Ebony-
Lagerung völlig kompensiert wird. Der vertikale Schwenk erfolgt natürlich exakt im Schwerpunkt des Binos, wodurch keinerlei Rückstellkräfte
auftreten. Der Schwerpunkt ist selbstverständlich für jeden Binotyp individuell zu ermitteln.

Als Gegengewicht kann man für ein paar Euro Hantelscheiben in jeder Gewichtsklasse in der Bucht schießen. Ich habe meine Hantelscheiben wieder
weggepackt und mal was individuelles gebaut, da Gegengewichte doch immer ziemlich dröge daherkommen und beim Originalausrüster auch noch
unverschämt viel Geld kosten. In meinem Fall wären die teurer gekommen als meine ganze Bino-Mount.


Folgende Verbesserungen habe ich in der vorgestellten Version realisiert:

- Der Zenit-Einblick ist jetzt ohne jede Einschränkung im Schwenkbereich sowie ohne Kinnhaken am Fernglashalter möglich. Ist sogar
Schuhmacher-tauglich ausgelegt. UserPostedImage Dazu wurde der Ausleger verkürzt und der Binohalter im gleichen Maß verlängert. Somit stolpert man
weiterhin nicht über die Stativbeine.

Bild Nummer

- Bisher war das Bino nur in 3 Achsen schwenkbar (Hochachse des Stativs, quer dazu und die Schwenkung des Binos). Dies wurde in Version 4
auf eine 4-Achsen Montierung erweitert. Das Bino selbst ist somit jetzt um 360 Grad horizontal schwenk- und über 180 Grad vertikal neigbar
und steht natürlich durch die Montage im Schwerpunkt in jeder Position ohne Nachschwingen oder versetzen fest.

Bild Nummer

Bild Nummer

- Die Gegengewichte sind wesentlich näher an die Stativachse gewandert, wodurch man in der Dunkelheit nicht aus Versehen einen anderen Astro
erschlägt (gibt Ärger mit den Behörden, wie auch im Forum und macht einsam). UserPostedImage Außerdem sind die Hantelgewichte durch 2 ultraleichte Multiplex-
gewichte (80g/St.) ersetzt worden. Ihr könnt mal raten, was da drin ist:
1. Sebastian vermisst ein paar Wolframgewichte seit seiner Fahrt in Heppenheim
2. Zwei Liter schweres Wasser vom letzten Störfall
3. Ein Glas Nutella (ja da schauts, die ganzen Kalorien können mächtig runterziehen)
4. Dunkle Materie
5. ...

Bild Nummer

- Die Stativbasis habe ich wesentlich stabiler ausgelegt, da es hier zu starke Verwindungen gab, die einen sauberen Anlauf in der Azimuthachse
verhindert haben.

Bild Nummer

- Da nach 2-3 Tagen Standzeit die "Holz auf Holz"-Gelenke jedesmal unter Schwergängigkeit litten, habe ich diese komplett auf Teflon und Ebony-Star
hochgerüstet. Da ich kaum Erfahrung mit anderen Binomontierungen habe, fehlt mir der richtige Vergleich. Ich kann jedoch zu meiner ersten Version
die in Rhena dabei war sagen: Vergesst den dillettantischen Schrott, den ich da abgeliefert habe. Das 2,6 kg schwere Glas lässt sich jetzt praktisch
wie ein fliegender Teppich schwerelos in jede Position bringen bewegen. Mit der alten Version ist das wirklich in keiner Form vergleichbar.

Bild Nummer

- Zur sicheren Montage / Demontage habe ich noch ein Schraube eingebaut, die mir ein feststellen erlaubt. Dies ist sinnvoll beim Anbringen des Binos
wie auch der Gewichte, was auch beim Transport hilfreich ist.

Bild Nummer

Bild Nummer

- Den maximalen Hub habe ich bei ca. 90 cm belassen, da ich ja mit einem 3-teiligen Stativ arbeite und so beliebige Steh-, Sitz- und Liege-
positionen von 5 - 250 cm realisieren kann.

Bild Nummer

Die reinen Materialkosten zur Herstellung der Binomount (ohne die Gegengewichte) liegen so bei 80,- € ohne Gewichte und Lack/Wachs.
Den Aufwand schätze ich so auf 2 Tage, wobei natürlich Trocknungszeiten für Leim und Lack sowie für einen mehrfachen Probeaufbau zu berücksichtigen
sind. Ist also schon mindestens ein Wochenendprojekt. Gerade bei der Suche nach dem exakten Schwerpunkt des Glases gehts um den Millimeter und die
Adaption an ein Stativ kann sich ebenfalls in die Länge ziehen. Da kann es schon mal den Fortschritt verzögern.


Auch dieses mal will ich euch die erkannten Tipps und Tricks UserPostedImage nicht vorenthalten

- Bohrt immer das exakte Maß der Schrauben. Die 8mm Schrauben gehen nur stramm und unter Drehung in die Löcher vom 8mm Holzbohrer, was aber
bewegungstechnisch irrelevant ist. Bohrt ihr z.B. auf 8,5mm auf lauft ihr nicht nur Gefahr, dass sich das Werkstück reinzieht und ruiniert
ist, sondern ihr bekommt jede Menge Wacklizität ins System.

- Bohrt die Achsenlöcher des Trapezes für die obere Stange mit ca. 2mm geringerem Abstand als für die untere. Wenn das Bino montiert ist,
zieht es an der oberen Verbindung und drückt auf die untere. Bei exakter Bohrung genügt das minimale Spiel der Achsen und der Binohalter steht schief.

- Die 30mm Teflonscheiben "zeichne" ich mir mit dem 30mm Fräsbohrer an. Dazu Teflonplatte unter die Ständerbohrmaschine und Bohrer leicht
aufdrücken, fertig. Der Bohrer ritzt die Oberfläche an und ihr seht wo ihr den Cutter ansetzen müsst. Damit könnt ihr auch flachere Teflonscheiben
herstellen. Dann müsst ihr jedoch die Teflonplatte gegen wegrutschen sichern. Ein positiver Nebeneffekt der Fräsmarkierung ist, dass ihr direkt mit
dem 8er Holzbohrer im Zentrierloch weiterbohren könnt. Genauso gehts übrigens mit dem Ebony.

- Die 30mm Ebonyscheiben schneide ich mit einem scharfen Cutter und einem Stahllineal als 30mm Quadrat entlang der Kreismarkierung aus. Den Rest knipse
ich dann einfach mit dem Saitenschneider rund. Ach ja, ihr solltet die Achsbohrung bereits vor dem Ausschneiden durchführen, da so ein kleines Plättchen
nachher nicht mehr zu fixieren ist.

- Werden die Teflonscheiben links und rechts in die Aufnahmen der Stange und dieses Paket in das Ebony-Lager gedrückt, so sollte eine geringe Vorspannung
da sein. Ist die zu stark, solange nachaarbeiten, biss es gerade unter leichtem Druck reinrutscht. Dann könnt ihr die Reibungskräfte mit den Schrauben
feinfühlig vorspannen. Täuscht euch nicht mit der Vorspannung. Wenn da erst mal Belastung drauf kommt denkt ihr sowieso, ihr hättet das Lager zu locker
gebaut, so leicht geht das.

Aktuell sehe ich als Verbesserungspotential nur eine Version mit 5 Achsen, bei der das Bino auch noch Richtung Stativachse verschoben werden kann,
aber das ist eine andere Geschichte.


So, das wars auch schon wieder mit der Astrobastelstunde UserPostedImage


Wenns euch gefallen hat, erzählts allen weiter. Wenn nicht, UserPostedImage warum habt ihrs überhaupt gelesen? UserPostedImage

Ich hoffe auf rege Fragen, Anregungen und Diskussionen.



Gruß und möge euch der Leim nie ausgehen

der Astroengel


So'n Mist. Meine Frau hat mich gerade in den Status eines Wall-E erhoben, d.h. ==> der letzte räumt die Werkstatt auf ... UserPostedImage

Bearbeitet vom Moderator Freitag, 7. Oktober 2011 19:53:26(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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Offline astrobart  
#2 Geschrieben : Sonntag, 26. September 2010 19:39:43(UTC)
astrobart


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 08.01.2009(UTC)
Beiträge: 1,002
Wohnort: Riesa
Hallo Astroengel!

Wirklich top!! Dein Bastelbericht ist wirklich gelungen!! Deine Binomount sieht sehr schick aus! Sowas steht bei mir auch auf der Bastelliste... Auch herzlichen Dank für die Tipps und Tricks! Mal schauen, ob die Ratschläge bei meinem Projekt beherzigen kann. UserPostedImage UserPostedImage UserPostedImage Aber eins nach dem anderen. Mein Dobsonbauprojekt muss ja noch angefangen werden. UserPostedImage

Eine Frage hätte ich da! Aus deinen Bildern werde ich bei der Fernglashalterung leider nicht so richtig schlau. Wie hast du denn die Befestigung realisiert?

Beste Grüße

Christian
Schaut zu den Sternen! Schaut zum Himmel!
Erblickt das ganze funkelnde Volk am Firmament,
diese Orte und Zitadellen aus Licht!
Gerard Manley Hopkins (1844-1889)
Offline Hico  
#3 Geschrieben : Sonntag, 26. September 2010 22:26:59(UTC)
Hico


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 12.03.2009(UTC)
Beiträge: 3,609
Wohnort: Korbach
Hallo Michael,

poaaah, was´n toller Selbstbaubericht. Man, das Ding sieht aber auch echt verdammt gut aus. Gratulation!!! UserPostedImage Einfach irre.

Aber ...

das Kaff, wo wir unser Treffen hatten heißt:

Rhena

nicht Brehna. UserPostedImage Nicht das Du Dich im nächsten Jahr verfährst. UserPostedImage

Gruß
Heiko
www.Heiko-schaut-ins-All.de

12" Lightbridge Dobson, 8“ f/10 SC, 6" f/5 Newton auf LXD-75, 4,5" f/7,3 TAL-1 Newton, 4,5" f/7,9 Newton auf mot. azimutaler Montierung, 4" f/4 Kugeldobson, 3" f/9,2 Dobson, 70/700 SkyZebra FH auf Astro-3, 60/900 FH auf EQ-1, Coronado PST auf EQ-2, diverse FG von 7x35 bis 20x80 Triplet, EOS1000Da, EOS750D, ASI120MC
Offline Astroengel  
#4 Geschrieben : Montag, 27. September 2010 08:00:39(UTC)
Astroengel


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 17.02.2010(UTC)
Beiträge: 276
Wohnort: Taunus
Hallo zusammen

Vielen Dank für die Blumen.

@ Christian: Ich werde nochmal ein Detailbild hochladen. Nur soviel vorab: Das Lager, das quer zum Bino steht, bildet den exakten Schwerpunkt, d.h. das Bino steht in jeder Position auch ohne Lagerdruck. Liegt bei meinem so ca 25mm unterhalb und ca 40mm vor der Halteschraube des Bino. Bezieht sich dein Frage darauf?

@ Heiko: UserPostedImage Natürlich ich Dussel UserPostedImage In Brehna nordwestlich von Leipzig hatte ich mal nen Kunden. Sobald ich wieder im Festnetz bin, werde ich das korrigieren.
Wo du es gerade anmerkst, habe ich leider diesbezüglich noch ne schlechte Nachricht:
Falls der Termin Rhena (ha, ich kanns) am 27.08.11 so bleibt, muss ich leider absagen. UserPostedImage
Meine Frau hat da wieder mal nen runden Geburtstag und besteht natürlich auf meine Anwesenheit, sonst UserPostedImage . Das ist ein hartes Schicksal.

Gruß und CS

Michael
In Dob we trust
Offline Pipo  
#5 Geschrieben : Montag, 27. September 2010 10:32:34(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1,244
Wohnort: Berlin
Moin,

eine geniale Idee und gekonnt umgesetzt. Respekt!

Viele Grüße

Pipo
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Newtons in der Dose - 12" f5 - 6" f8 - 3" f9 und 4,5" f8 Schienendob
4" Mak , 90/900 FH, FG 10x50
Erfle 42 mm, HR 25 und 8, Plössl 20 und 12,5, WA 15 und Ortho 6
Offline Koelbl  
#6 Geschrieben : Montag, 27. September 2010 11:02:31(UTC)
Koelbl


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 21.03.2009(UTC)
Beiträge: 286
Wohnort: Konstanz
Hey,

jaa.. was soll ich sagen. Mir fehlen wieder einmal die Worte... einfach nur genial!! Das kennt man ja von dir. Wirklich super in die Praxis umgesetzt und dazu noch diese super Anleitung UserPostedImage

.... ich bin gespannt was als nächstes auf dem Plan steht. Ich freu mich schon drauf davon zu lesen UserPostedImage UserPostedImage

Grüße und noch viel Spaß beim Basteln
Kölbl
Offline woddy  
#7 Geschrieben : Montag, 27. September 2010 15:29:32(UTC)
woddy


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 07.02.2009(UTC)
Beiträge: 2,704
Wohnort: Iserlohn
Hallo Michael
sehr schöne Bino-Mount... UserPostedImage
Holz ist doch ein feines Material, und Buche wie in dieser Anwedung
ist sicherlich besonders schön und haltbar.
Dein Bino-Kopf finde ich sehr gelungen.
Na und dein Baubericht lässt ja (fast) keine Fragen offen.
Mal sehen was in dem 4Teil der Bastelstunde kommt !

Beste Grüße
Andreas
Offline talesien  
#8 Geschrieben : Montag, 27. September 2010 22:27:53(UTC)
talesien


Rang: Verstorben
Mitglied seit: 07.12.2009(UTC)
Beiträge: 486
Wohnort: Langwedel/Völkersen
Halli Hallo Michael,


Du hattest es ja schon am Telefon angedroht.
Die Neuauflage der Binomount!
Ich fand, dass das Teil in Rhena, schon das Fernglas einwandfrei im Schwebezustand hielt!
Das schwebte quasi schon schwerelos in der Luft.....
Aber offensichtlich ist noch eine Steigerung möglich. UserPostedImage

Sogar liegend beobachten scheint dabei kein Problem zu sein.....
Einfach irre.

Vielleicht solltest Du Dich mal mit Günther zusammensetzen, der kennt da eine Behindertenwerkstatt, die auch seine Rockerboxen baut.
Deine Binomount wäre bestimmt erfolgreich zu vermarkten!
Es gäbe lediglich ein Problem mit der Gewichtsanpassung der unterschiedlichen Ferngläser....., dass sollte allerdings zu lösen sein.

Nicht jeder kann oder will sich seine Binomount bauen!
Aber viele wollen Binomounts..... UserPostedImage

CS und bis denne denn

Reiner
"Spiral Dancer" nenne ich meinen 10 Zoll f5 GSO-Dobson, "Loki" ist sein richieger Bruder mit dem 6 Zoll f5 Spiegel, "Sharpeye" heißt der Volksapo (Orion ED80)
Okulare: Grünkanten 31+20 T5,Baader GenII14mm,SW10mm,SW Zoom 5-8mm
Offline Astroengel  
#9 Geschrieben : Mittwoch, 29. September 2010 07:18:32(UTC)
Astroengel


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 17.02.2010(UTC)
Beiträge: 276
Wohnort: Taunus
Hallo Reiner

Wie soll ichs beschreiben, es schwebt halt jetzt anders. Keine Losbrechkräfte und nahezu keine spürbare Masse die angeschubst oder abgebremst werden müsste ...

Die Idee mit der Werkstätte habe ich mit Günther schon besprochen. In diesem Fall muss ich sagen: Zu kompliziert aufzubauen und Verletzungsgefahr bei der Herstellung ist zu groß.
Das sind Kriterien, auf die Günther unbedingt achtet. Außerdem ist die Anpassung an das jeweilige Stativ / Bino doch eher was für ein privates Projekt.

Wenn einer Interesse an einer Binomount hat, jedoch nicht am Selbstbau, kann er sich ja mal melden. Dann muss man sehen, ob das darstellbar ist.

Gruß und CS

Michael
In Dob we trust
Offline Mootz GMS  
#10 Geschrieben : Mittwoch, 29. September 2010 08:34:46(UTC)
Mootz GMS


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 19.02.2010(UTC)
Beiträge: 1,963
Wohnort: Dautphetal
Hallo Leute,

das ist ein super Sache, allerdings mit einigen individuellen Adaptionen und für meine Leute in der Behindertenwerkstatt etwas zu komplizeirt.

Die möglichen Stückzahlen dürften keine Entzerrung des Produktionsprozesses auf einfache Produktionsschritte in vorgefertigten Lehren und Steckkästen zulassen.

Die Arbeitsvorbereitung in einer Behindertenwerkstatt ist äußerst komplizeirt und anspruchsvoll, wenn das Ergebnis stimmen soll.
Z.B. müsste für alle Verschraubungen, für jede einzelne Schraube mit U-Scheibe, Teflonring und Mutter, ein separater Arbeitsschritt vorgegeben werden und zwar so, dass man es nicht falsch machen kann. Jeder macht nur einen Schritt und das geht dann im Kreisverkehr.
Ich kämpfe da noch immer wieder mit der Ausführung bei den recht simpel aufgebauten RBs und noch macht der Meister den größten Teil der Arbeit selbst.

Gruß
Günther
Überprüft, was immer auch geschrieben steht,
wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht.
Das mehrt die eigene Erfahrung
und bringt so manche Offenbarung.
Des Astronomen wahre Freude
ist schließlich die Photonenbeute.
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