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Offline Ronsen87  
#1 Geschrieben : Mittwoch, 7. November 2018 15:56:21(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 28
Wohnort: Wangersen
Moin zusammen!

Ich brächte Mal (wieder) eure langjährige Erfahrungen und auch pers.Tendenz zum Teleskop kauf.
Wie ich schon einmal erwähnte möchte ich mir gerne die nächsten Monate ein neues Teleskop kaufen, sofern nix da zwischen kommt...

Meine Anforderungen sind:
- min 12"
- Gute Optik bzw.& um und bei f5
- 2" 1/10 Auszug
- Manuelles Beobachten/ kein Foto

sonderlich gut Transportabel muss es nicht zwangsläufig sein, eine Nachführung ist auch nicht von Nöten...

Nun wenn ich so schaue sind da große Preisunterschiede, wenn ich den 12" Gitterrohrdobsen von Explore Scientific und den 12"Volltubus von GSO vergleiche ist da
für mich das können gleichwertig aber eben nicht der Preis... Und das sind ja nun nicht die einzigen beiden!

Ausgeben möchte/kann ich erstmal ca. 1000-1200€

Könnt ihr mir vielleicht etwas behilflich sein da durchzusteigen?

Schon einmal besten Dank

Gruß Ronny!

114/900 Newton

Auf das keiner Uns blendet...
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Offline Pipo  
#2 Geschrieben : Donnerstag, 8. November 2018 03:57:23(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1,178
Wohnort: Berlin
Moin Ronny,

12“ f5 ist schon ein schönes Lichteimerchen. Zum Gitterrohr kann ich nichts sagen, ich habe einen Volltubus hier stehen. Dazu folgendes….

Das Teil ist schon ein ordentlicher Trumm. Halte dir vor Augen, dass der Tubus knapp 40 cm Durchmesser hat, gut 1,50 m lang ist und rund 20 kg wiegt. Die Rockerbox hat an der Fußplatte rund 60 cm Durchmesser und schlägt nochmal mit 10 kg zu Buche. Schlepperei ist garantiert, für den Transport brauchst du ein entsprechendes Gefährt. Und den Platz um ihn zu lagern musst du auch haben. So ein Volltubus hat allerdings auch seine Vorteile.
Rockerbox aufstellen, Tubus reinwuchten und fertig! Das Temperieren wird meist als Nachteil des Tubus ausgegeben, aber das sehe ich nicht so. Am längsten braucht der Spiegel zum Auskühlen und das ist bei beiden gleich. Der Tubus und auch die Spiegelaufhängung sind aus Metall und ruckzuck auf Umgebungstemperatur. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Spiegel im Gitterrohrdob wirklich wesentlich schneller auskühlt als im Metalltubus. Vor allem, wenn der Spiegel zum Beispiel in einer Holzbox sitzt.
Ein weiterer Vorteil ist die Justierstabilität. Einen gut justierten und arretierten Tubus kannst du in jede beliebige Richtung schwenken und auf den Kopf stellen, da tut sich nix. Damit das bei einem Gitterrohrdob auch so ist, muss der schon sehr steif sein. Und nach der Montage ist eben meistens eine Justierung fällig.
Kommen wir zur Benutzung. Mein alter GSO läuft (auch auf den oft kritisierten Rollenlagern !!) butterweich, ohne ruckeln und zuckeln. Es gibt keine Probleme mit Nachschwingen, Windanfälligkeit kennt er nicht. Ich habe einen Griff oben angebracht mit dem ich das Teil nachführe. Ein Gitterohrdob muss schon sehr gut gebaut sein, um da mithalten zu können. Keine Frage, es gibt solche Geräte, aber die haben eben auch ihren Preis. Ein Volltubus ist wegen der einfachen Konstruktion wesentlich günstiger zu haben.

Tuningmaßnahmen sind eigentlich bei jedem Teleskop angesagt, aber bei einem Tubus auch relativ leicht zu realisieren. Probleme gibt es nur dann, wenn du die Super-Weitwinkel-Okulare einsetzen willst, die dann schon mal bis zu einem kg wiegen können und dann in niedrigen Winkeln beobachten möchtest. Aber die modernen Tuben haben da auch Lösungen, die an meinem noch nicht dran sind. Ich verwende aber auch keine solchen Okulare und werde es auch nie tun.

Kurz und gut, wenn du den Platz dafür hast, dich die Schlepperei nicht stört, die Transportabilität von untergeordneter Bedeutung ist und du noch ein paar Talerchen für dann dringend angesagtes Zubehör sparen willst, dann spricht eigentlich nichts gegen einen Volltubus. Ich bin mit meinem jedenfalls sehr zufrieden.
Ich beobachte aber auch nur im heimischen Garten. Sollte sich das bei mir eines Tages dahingehend ändern, dass ich die Möglichkeit haben sollte öfter auswärts zu beobachten, würde ich den Tubus allerdings ganz sicher in eine besser zu transportierende Variante überführen.

Tatsächlich ist der größte Nachteil die schiere Größe des Gerätes und damit die möglichen Schwierigkeiten beim Transport.


Viele Grüße

Pipo
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Newtons in der Dose - 12" f5 - 6" f8 - 3" f9 und 4,5" f8 Schienendob
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Erfle 42 mm, HR 25 und 8, Plössl 20 und 12,5, WA 15 und Ortho 6
Offline Ronsen87  
#3 Geschrieben : Donnerstag, 8. November 2018 11:26:40(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 28
Wohnort: Wangersen
Und noch einmal Moin! BigGrin

Danke für die ausführlichen Erläuterungen!!
Da waren einige Aspekte dabei die ich noch nicht kannte!

Was ich jetzt nicht ganz verstehe ist die Aussage:

"Probleme gibt es nur dann, wenn du die Super-Weitwinkel-Okulare einsetzen willst, die dann schon mal bis zu einem kg wiegen können "

Sind solche "Okulare" nur schwer zu handhaben, wegen dem Ausbalancieren des Tubus?

Ach ja, also was die Qualität der Spiegel betrifft muss ich mir bei den Unterschiedlichen Geräten keine Sorgen machen?

Noch einmal besten Dank!!!

Besten Gruß

Ronny


114/900 Newton

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Offline Pipo  
#4 Geschrieben : Donnerstag, 8. November 2018 21:14:49(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1,178
Wohnort: Berlin
Moin Ronny,

die von mir angesprochenen Okulare sind die mit den extrem großen Gesichtsfeldern, über 80 bis über 100°. Diese sind, vor allem bei größeren Okluarbrennweiten, sehr groß und schwer. Das kann eben zu Balanceproblemen führen, muss es aber nicht.
Es gibt triftige Gründe, solche Okulare an einem f5 vorzusehen und ebenso triftige, darauf zu verzichten.

Die handelsüblichen Spiegel stammen heutzutage alle aus Massenfertigung. Es gibt Ausreißer nach oben und unten aber im Regelfall wirst du im 90%-Perzentil der Gauß`schen Glockenkurve landen und damit den Spiegel bekommen, den du bezahlt hast.
Mehr geht immer, ist dann aber eben kein „normaler“ Spiegel mehr und dementsprechend teuer.

Viele Grüße

Pipo


PS: Das hier habe ich gesucht und nun gefunden. Da kannst du mal sehen, was ein 12" f5 bedeutet, im Bild ganz links.

http://taunus-astronomie...e-im-groenvergleich.html

Bearbeitet vom Benutzer Donnerstag, 8. November 2018 23:13:30(UTC)  | Grund: Nachtrag

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Offline Ronsen87  
#5 Geschrieben : Freitag, 9. November 2018 09:17:58(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 28
Wohnort: Wangersen
Moin Pipo!
Das war wieder einmal sehr aufschlussreich, danke!
Dem Link nachstehender Artikel ist echt klasse zum einschätzen.

Es ist wirklich ein großes Teleskop, und Schlepperei, aber so lange ich überwiegend im Vorgarten beobachten kann ist es, denke ich, den kleinen Aufwand des Aufbauens wert. Müsste ich immer wenn ich beobachten wollte noch Kilometer weit mit dem Auto fahren, wären 12" sicher zu groß!

Noch einmal besten Dank!

Beste Grüße

Ronny
114/900 Newton

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