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Offline Ronsen87  
#1 Geschrieben : Samstag, 29. September 2018 12:38:34(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 32
Wohnort: Wangersen

Moin zusammen,

ich brächte mal eure langjährigen Erfahrungswerte, bitte.
Ich bin sehr neu im Thema der Sternbeobachtung, jedes Mal wenn ich denke ich habe mich genug informiert, stoße ich auf die nächsten Unwegsamkeiten.

Im Allgemeinen gehts es darum, dass ich noch nicht einzuschätzen weis, bei welchen Mondzyklen, welche Objekte am besten zu beobachten sind?!
Derzeit versuche ich so gut es jede Gelegenheit wahr zu nehmen.
Ich bin am ehesten an Deep-Sky Objekten interessiert, eine Handvoll habe ich auch schon gefunden.

Nun, so wie letzte Nacht der Mond stand/leuchtete ist mir der Spaß recht schnell vergangen, denn ich hatte mir ausschließlich Galaxien heraus gesucht und dann bei dem Mondlicht nix/ nicht viel gefunden.... Zwar war es ein "learning", derartiges möchte ich aber in Zukunft umgehen.

Jetzt meine eigentliche Frage, bei welchen Mondphasen eignen sich welche Objekte?
Nur den Mond bestaunen, wird schnell langweilig, Planeten sind im zur Zeit nicht wirklich gut....

Ich habe momentan nur einen 4"Newton, dunkel ist es bei uns vor Ort (zwischen Hamburg und Bremen auf dem Land) Laternen gehen derzeit schon um 23Uhr aus oder gar nicht erst an.

Gibt es so etwas wie einen Leitfaden oder Erfahrungen?

Ich würde mich über ein paar hilfreiche Tipps sehr freuen!

Danke und beste Grüße
Ronny


114/900 Newton

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Offline Andreas  
#2 Geschrieben : Samstag, 29. September 2018 16:21:50(UTC)
Andreas


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 16.04.2009(UTC)
Beiträge: 968
Wohnort: Taunus
Hallo Ronny,

willkommen im Forum!
Deepskybeobachtungen gelingen natürlich am besten wenn es wirklich dunkel ist und garkein Mond am Himmel ist. Fast jede Wetter-App gibt dir die Information, wann der Mond jeweils unter geht, was naturgemäß natürlich an jedem Tag zu einem anderen Zeitpunkt geschieht. Der Verlauf des Mondes über dem Himmel hinkt der scheinbaren Bahn der Sonne und des gesamten Himmels jeden Tag etwas mehr hinterher was ja auch zu den Mondphasen führt. Um zu sehen, wo sich der Mond am jeweiligen Tag bezüglich des Resthimmels befindet, lädst du dir am besten eine kostenlose Planetariumssoftware auf Computer oder Schlaufon, z.B. Stellarium. Damit gehst du sicher, dir keine Beobachtungsobjekte vorzunehmen, welche ausgerechnet in der gleichen Region wie der Mond stehen. Um die hellen Planeten wie Venus, Jupiter, Saturn oder auch den Mars zu beobachten, stört der Mond schon viel weniger und der durch ihn aufgehellte Himmel reduziert auch eine zu starke Blendung zum Beispiel durch Jupiter.
Wo sich die Planeten befinden und wann sie überhaupt zu sehen sind, kannst du auch über diese Programme ermitteln.
Ansonsten schau dir den Himmel regelmäßig an und beobachte, auch ohne Teleskop, was sich da oben tut und bewegt. Hast du einmal geschaut, ob es in deiner Nähe Beobachtungsgruppen oder Sternwarten gibt. In der Gruppe, macht es noch mehr Spaß. Und man lernt vor allem eine ganze Menge.
Wenn du noch mehr Fragen hast, immer heraus damit. Hier bist du gut aufgehoben.


Gruß und klaren Himmel
Andreas

Bearbeitet vom Benutzer Samstag, 29. September 2018 16:23:57(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

Ich sehe was ich sehe - wenn ich es sehe
Offline Ronsen87  
#3 Geschrieben : Samstag, 29. September 2018 17:21:18(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 32
Wohnort: Wangersen
Moin Andreas,

danke für deine ausführliche Antwort und die zahlreichen Tipps!!BigGrin
Ich habe gestern schon darauf geachtet das der Mond mir im Rücken steht und habe im großen Bären/Wagen versucht zu beobachten bspw. M101/109/ M51.... diese hatte ich alle schon ein Mal gefunden.. nur gestern wollte es mir nicht gelingen.
Ich fand alle Sterne die zu den Objekten führten und auch jene die um diese herum stehen.

Kann es sein das es für meine Augen zu hell war bzw. meine Augen sich nicht richtig an die Dunkelheit gewöhnen konnten?

Im normal Fall stehe ich mit dem Teleskop vor der Haustür, von dort aus habe ich die besagten Objekte ja nu schon gefunden, gestern bin ich auf´s offene Feld gefahren, das Mondlicht war in allen Richtungen da, im Gegensatz zum beobachten vor dem Haus, welches den Mond ein wenig abschottet aber von Zeit zur Zeit die Bewegungsmelder der Nachbaren mich zur Weisglut treiben...

Nun dachte ich, um den Neumond rum DeepSky beoachtungen, in den zwischenphasen sowas wie Kugelsternhaufen und bei Vollmond Planeten und Mond selbst...
Aber ich habe das Gefühl ich stell mir das gerade zu einfach vor....Crying

Beste Grüße

P.S. Ja habe vor ein paar Tagen die Mitgliedschaftsantrag zu GvA in Hamburg abgeschickt.
114/900 Newton

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Offline woddy  
#4 Geschrieben : Samstag, 29. September 2018 19:15:48(UTC)
woddy


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 07.02.2009(UTC)
Beiträge: 2,643
Wohnort: Iserlohn
Hallo Ronny
Also wenn der Mond halb voll bzw halb leer ist..Laugh dann geht was.
Am besten Sternhaufen.
Auch planetarische Nebel sind noch so gerade machbar, am besten mit UHC Filter.
Das wars dann auch schon.
Auch wenn der Mond im Rückten steht oder gerade knapp am Horizont steht stört er.
Der gesammte Himmel ist aufgehellt.
So...dann mal gutes Beobachten.
MfG
Andreas
Offline Andreas  
#5 Geschrieben : Sonntag, 30. September 2018 00:18:43(UTC)
Andreas


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 16.04.2009(UTC)
Beiträge: 968
Wohnort: Taunus
Zitat von: Ronsen87 Gehe zum zitierten Beitrag
Nun dachte ich, um den Neumond rum DeepSky beoachtungen, in den zwischenphasen sowas wie Kugelsternhaufen und bei Vollmond Planeten und Mond selbst...
Aber ich habe das Gefühl ich stell mir das gerade zu einfach vor...


Hallo Ronny,

für gute Deepsky-Beobachtungen reichen klarer Himmel und Neumond leider auch nicht immer. Auch die Himmelstransparenz, abhängig von Staub, Luftfeuchtigkeit, Dunst.... spielt noch eine Rolle. Gerade bei Galaxien sieht man da große Unterschiede, und manchmal auch mal nichts.
Ebenso wichtig ist eine ausreichende Dunkeladaption der Augen und Erfahrung. Ersteres ist eigentlich leicht, das zweite kommt mit der Zeit.
Für Kugelsternhaufen und erst recht Nebeln aller Art darf es ruhig auch was dunkler sein.
Für die Mondbeobachtung ist gerade der Vollmond die schlechteste Zeit. Die meisten Details erkennst du auf der Tag/Nacht Grenze des Mondes und dabei täglich was anderes. Vollmond ist einfach nur sehr hell.

Gruß und klaren Himmel
Andreas

Bearbeitet vom Benutzer Sonntag, 30. September 2018 09:59:47(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

Ich sehe was ich sehe - wenn ich es sehe
Offline Ronsen87  
#6 Geschrieben : Sonntag, 30. September 2018 17:51:06(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 32
Wohnort: Wangersen
Moin die beiden Andreas!

Besten Dank für die guten Ratschläge ich werde diese gerne beherzigen!

Gerade die DeepSky beobachtungen machen mit am meisten Spaß sind aber jene die teilweise am meisten frustrieren Crying Crying

Gestern Abend als Beispiel habe ich mir zu beginn M57 und M31 angesehen, die finde ich immer sehr schnell ( gut M31 kann man ja mit bloßem Auge anpeilenBigGrin ), selbst wenn der Mond schon aufgegangen ist.

Aber M109 hat mich gestern wieder einmal gefuchst... die letzten beiden Male kann ich sie einfach nicht auffinden bzw. sehen...
Das passt sehr wahrscheinlich mit euren Aussagen überein oder schlimmsten Falls liegts an meiner mangelnden Übung Confused
Mein doch eher kleines Teleskop bzw Hauptspiegel ( 4"Wink wird sicher auch seinen Teil dazu beitragen..

nochmal vielen Dank an euch!
114/900 Newton

Auf das keiner Uns blendet...
Offline Andreas  
#7 Geschrieben : Sonntag, 30. September 2018 18:56:36(UTC)
Andreas


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 16.04.2009(UTC)
Beiträge: 968
Wohnort: Taunus
Zitat von: Ronsen87 Gehe zum zitierten Beitrag
Gerade die DeepSky beobachtungen machen mit am meisten Spaß sind aber jene die teilweise am meisten frustrieren

Hallo Ronny,

willkommen in der Welt der Amateurastronomen Wink

Gruß und klaren Himmel
Andreas
Ich sehe was ich sehe - wenn ich es sehe
Offline Ronsen87  
#8 Geschrieben : Sonntag, 30. September 2018 20:19:17(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 32
Wohnort: Wangersen
BigGrin Danke!! Laugh
114/900 Newton

Auf das keiner Uns blendet...
Offline Kaffee  
#9 Geschrieben : Montag, 1. Oktober 2018 12:49:35(UTC)
Kaffee


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 43
Wohnort: Karlsruhe Umland
Hallo Ronny,

herzlich willkommen im Forum!
Die "richtigen" Beobachtungszeiten sind so ein Thema...
In Siedlungsnähe sage ich "je weniger Mondlicht desto besser", denn es wird an Staub und Wassertröpfchen gestreut und hellt den Himmel so auf daß Nebel und Galaxien in dieser Lichtsuppe verschwinden.
Außerhalb von Siedlungen ist das nicht ganz so schlimm. "Je dunkler die Nacht desto besser", ich glaube darauf können wir uns alle einigen.
Ein dunkler Standort, lange nach Sonnenuntergang in einer mondlosen Nacht, das ist was feines.
Aber nicht jeder hat die ganze Nacht Zeit, irgendwann klingelt auch wieder der Wecker, und sei es in Form der eigenen Kinder die selbst in den Ferien pünktlich auf der Matte stehen und nach ihrem Frühstück verlangen... Laugh
Im Winter ist es früh dunkel und es ist weniger Feuchtigkeit in der Luft, da beginnt die sinnvoll nutzbare Zeit am Teleskop etwas früher. Mal abwarten in was für einer Zeitzone wir demnächst landen...
Egal ob dunkler Himmel oder nicht, Beobachtungen in Horizontnähe sind generell auf das "Prinzip Hoffnung" aufgebaut. Meist wabert dort die Luft, unabhängig davon wann man das Teleskop dorthin richtet. Ich habe noch keine sensationellen Beobachtungen in Horizontnähe gemacht, aber wenn die Planeten sich dort tummeln hält man eben drauf.
Das Teleskop selbst braucht auch seine Zeit zum abkühlen. Auch daß spielt in das Thema "wann ist die richtige Zeit?" rein. Nicht wenige helfen mit einem Lüfter nach damit es schneller geht, und es gibt verschiedene Ideen wie man das am besten macht um zum optimalen Ergebnis zu kommen. "Es saugt und bläst der Heinzelmann" meinte schon Loriot ;-)
Draußen wird man plötzlich selber zur störenden Wärmequelle, und das wird um so schlimmer je größer der Temperaturunterschied zur Luft ist. Angesichts dieses Problems wären Beobachtungen im Sommer besser als solche im Winter. Ein isolierter Tubus ggf mit "Taukappe" kann helfen das Problem auch im Winter in den Griff zu kriegen.

Mach dir aber nicht so viele Gedanken um die perfekte Stunde, nutze auch die weniger guten Stunden wenn du kannst. Der Umgang mit dem Teleskop, das Aufsuchen und nicht zuletzt das Beobachten an sich, all das braucht Training. Schnell endeckt man hier und da kleine Problemchen die man nicht mehr haben möchte wenn die "guten" Nächte kommen. Ein scharfe Kante am Tubus, eine lose Schraube, fehlende Karten, Streulicht, ein vernünfiger Tisch und Stuhl, Beleuchtung... all sowas kann man auch gut in weniger guten Nächten erkennen.

Meine Freizeit ist momentan so rar, ich setz mich auf die Terasse ans Teleskop wann immer es die Zeit zulässt, egal ob Vollmond oder nicht. Alle paar Wochen gelingt mir das mal. Um Mitternacht sag ich "Gute Nacht!" denn um 6 Uhr klingelt der Wecker. Mein Teleskop ist ein 150/750 Newton im Blechtubus auf einer Rockerbox. Innen mit 4mm Styropor isoliert, komplett mit Velours ausgekleidet und mit einem ebenfalls mit Velours ausgekleidetem Eimer als Streulichtschutz und Taukappe in einem. Etwa 30 Minuten bei geöffnetem Staubdeckel braucht es zum abkühlen (Öffnung senkrecht in den Himmel zeigend). Während dieser Zeit ist die Rockerbox schon längst aufgebaut und die Adaption der Augen läuft auch schon. Zeit um die Okulare aus den Behältern zu kramen, sich am Himmel zu orientieren und schon mal die richtige Karte aufzuschlagen.
Etwas was mir als Einsteiger sehr geholfen hat war der richtige Sucher und die dazu passende Karte. Für mich war es ein LED-Sucher vom Typ "Rigel Quickfinder" und der dazu passende "Deep Sky Reiseatlas".
Der große Bruder dieses Suchers nennt sich "Telrad". Der war mir aber zu groß und schwer. Den Rigel hab ich jetzt das zweite Jahr und es ist noch nichts abgebrochen. Ich mach ihn aber auch immer ab wenn ich das Teleskop transportiere oder lagere. Die geklebte und mit einer Schraube fixierte "Snap-In" Halterung ist stabil genug um die Justierung zu halten, genau wie bei einem klassischen Sucher mit Schwalbenschwanz-Fuss.

Bei deinem Landhimmel mag es besser sein aber für meinen Standort war in Sachen Deepsky mit einem 114/900 Newton selbst nach akribischer Justierung und Velours-Optimierung nicht viel zu holen. Schwach leuchtende unscharfe Flecken am Rande der Wahrnehmung, wenn ich überhaupt was sah. Erst jetzt, mit 6" tauchen die Objekte aus der Dunkelheit auf, viele jedoch immer noch ohne Details. Aber immernhin, ich finde sie. Den kleinen Eskimonebel habe ich z.B. auch schon entdeckt. Ohne den Sucher und die Karte hätte ich den nie gefunden.
Ein sehr hilfreiches Zubehörteil ist auch ein Feldstecher um den Himmel abzususchen. Der sollte aber mindestens 50mm Linsen haben. Ein vielleicht vom Wandern vorhandenes 10x25 oder 8x30 kann zuhause im Schrank bleiben. Mein 10x50 Feldstecher ist von Bresser und aus dem Onlineshop einer großen Supermarktkette. Es gibt bessere, viel bessere sogar, aber ich hab einen und bin zufrieden mit der Leistung für den Preis.

Klare Sicht
Detlev
"Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 70/350 Meade ETX-70
Im Bastelkeller: 200/1200 Spiegel und anderes
https://astronomiefreunde-kn.de/
Offline Pipo  
#10 Geschrieben : Dienstag, 2. Oktober 2018 15:11:31(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1,180
Wohnort: Berlin
Moin Ronny,

das wichtigste ist schon gesagt. Eine Frage, wie ist dein 4,5" montiert? Falls nicht auf einer Rocjerbox würde ich dir genau dazu raten. Bastel dir eine, falls du nicht schon eine hast. Ich hatte auch einen 4,5", den auf einer RB, das ist schon eine feine Sache. Gut zu transportieren und schnell aufgebaut. Dann kann man wirklich jede sich bietende Gelegenheit nutzen.

Viele Grüße

Pipo
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Newtons in der Dose - 12" f5 - 6" f8 - 3" f9 und 4,5" f8 Schienendob
4" Mak , FG 10x50
Erfle 42 mm, HR 25 und 8, Plössl 20 und 12,5, WA 15 und Ortho 6
Offline Ronsen87  
#11 Geschrieben : Mittwoch, 3. Oktober 2018 00:31:54(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 32
Wohnort: Wangersen
Moin Detlev und Pipo,

danke für die weiteren tollen Ratschläge!

Da sind wieder viele Punkte darunter gewesen( danke Detlev für den ausführlichen Text, hat Spaß gemacht ihn zu lesen) die ich beherzigen werde!
Feldstecher, Isolierung, Rockerbox ist teilweise in Planung...

Witzig das nach meiner Montierung gefragt wird, denn ich bin in diesem Moment fertig geworden meine Gewichte für die Stativbeine fertig zustellen.
Ich habe Vierkantrohre mit einer Blei/Zinn-Legierung ausgegossen welche aus einer alten Autobatterie und Wuchtgewichten gewonnen habe, die ich dann in die Stativbeine stecken werde, mal sehen wieviel stabiler das ganze im Nachgang ist.
Die Montierung ist eine Equatoriale und ich habe einen Leuchtpunktsucher nachgerüstet ich meine die Dinger heißen "russische Sucher".

vielen Dank euch allen ich habe hier schon in kürzester Zeit meine Fragen gut beantwortet bekommen und auch noch mehr Antworten auf Fragen die ich mir noch gar nicht gestellt habe, ganz große klasse!
Danke nochmal!!

Ich wünsch euch einen schönen Feiertag!!

Beste Grüße
Ronny
114/900 Newton

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Offline Kaffee  
#12 Geschrieben : Mittwoch, 3. Oktober 2018 20:12:48(UTC)
Kaffee


Rang: Spechtler
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Beiträge: 43
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Hallo Ronny,

dem Tip von Pipo kann ich mir nur anschließen.
In meinen Alben findest du Fotos von 2 Teleskopen auf Rockerboxen.

Berichte mal von deinen Ergebnissen mit den Bleigewichten.
Stop auch mal die Wackelzeiten vorher und nachher!

Klare Sicht
Detlev
"Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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Offline Ronsen87  
#13 Geschrieben : Montag, 8. Oktober 2018 22:44:54(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
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Moin zusammen,

also zur Montierung;

Bleigewichte in den Stativfüßen...
es ist in jedem Fall deutlich weniger geruckel, wenn man mal mit dem Fuß das Stativ trifft, allerdings bringt es weniger etwas, wenn man den Tubus anstößt...
auf hartem Boden so wie Pflasterstein oder Asphalt bringt es auch mehr Stabilität. mit der Stoppuhr hab ich allerdings noch nicht gemessen...(Gewichte waren schon in den Füßen versenkt und ich wollte die für die Messung nicht extra wieder rauspulen...Cursing )


Habe mir heute mal abwechselnd M27 & M57 angesehen, beide schön, wobei ich den Eindruck habe das M27 trotz dem besseren Größenverhältnis zu M57, viel defuser und "wölkchenhafter" ist als M57, bei dem ich eher Strukturen wahr nehmen kann und vor allem eine klare Abgrenzung.

Ich habe ja nun vor, mir zu beginn nächsten Jahres einen 305mm Dobsen anzuschaffen.
Deswegen will ich jetzt zwischenzeitlich nicht so viel Geld für Zubehör ausgeben welches ich evtl für das größere Gerät nicht gebrauchen kann....
Aber mal so in die Runde gefragt, wenn ich mir gerne Planetare Nebel und Gaswolken ansehen möchte, macht es Sinn sich für 1,25"Okulare Filter zu kaufen, wenn das zukünftige Gerät einen 2"Auszug besitzt?

Ich hoffe alle haben den Neumond bis jetzt gut nutzen können und müssen nicht so früh ins Bett wie ich jetzt! ^^

Beste Grüße

Ronny
114/900 Newton

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Offline Ronsen87  
#14 Geschrieben : Montag, 8. Oktober 2018 22:48:29(UTC)
Ronsen87


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 11.08.2018(UTC)
Beiträge: 32
Wohnort: Wangersen
Ach ja!

Und ich habe mir eine kleine Feder in den Okularauszug eingebaut, jetzt ist es deutlich angenehmer beim scharfstellen!

Haut rein!
114/900 Newton

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Offline Kaffee  
#15 Geschrieben : Dienstag, 9. Oktober 2018 12:15:31(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 43
Wohnort: Karlsruhe Umland
Moin Ronny,

wenn die Gewichte drin sind und du eine Verbesserung erkennst, dann lass sie drin. Bei einem knapperen Ergebnis hätte es Sinn gemacht.
Wie hast du das ganze Metall eigentlich flüssig bekommen? Kleingestückelt und die Stücke in den Rohren per Gasbrenner aufgeschmolzen, fachmännisch im Tigel geschmolzen und reingegossen oder
am Riesenlötkolben geschmolzen und reintropfen lassen? Kann sein daß ich mal was ähnliches machen muß, deshalb frag ich.

Wo hast du denn die Feder in den OAZ eingebaut? Gegenüber vom Zahntrieb?

Bei deinem zukünftigen 12" Teleskop wirst du eine andere Brennweite haben. Es werden nicht mehr 900mm sein sondern z.B. "f/5" also 305 x 5 = ca 1525mm.
Das ergibt ganz andere Vergrößerungen bei gleichen Okularen. 25mm ergibt bei 900mm 36-fache Vergrößerung, bei 1525mm Brennweite aber 61-fache Vergrößerung. Da wird das Aufsuchen schon schwieriger.
Die maximale Breite des Lichtstrahls hinter dem Okular, die sogenannte "Austrittspupille, oder kurz AP" ändert sich auch. Sie ergibt sich aus dem Spiegeldurchmesser geteilt durch die Vergrößerung.
Bei oben genanntem 25mm Okular wäre sie bei 114mm/36-fach also ca 3,2 mm, bei 305mm/61-fach glatte 5mm. Da die Irisöffnung im Auge nicht unendlich groß ist bringt eine riesige AP gar nichts, egal wieviel Licht dann aus dem Okular scheint. Wenn die AP größer als die Irisöffnung ist dann wird das Bild vignettiert. Was "zu groß" ist, da gehen die Meinungen etwas auseinander, ich glaube so 7-10mm als Maximalwert sind im Gespräch. Ist bei jedem Menschen etwas anders und Ausnahmen bestätigen die Regel. Nach unten hin ist man sich einiger. Da geht bei ca 0,5mm AP das Licht aus, du siehst dann nichts mehr weil das Bild zu dunkel ist.
Was für das alte Teleskop perfekt war kann beim neuen Teleskop unbrauchbar sein. Beachte dies bitte beim Kauf neuer Okulare und bei der Weiterverwendung der alten Okulare!

Zu der 2"-Frage
Ganz allgemein würde ich sagen daß planetare Nebel im Okular keine ausgedehnten Objekte sind und daher auch kein riesiges wahres Gesichtsfeld erfordern.
Der kleine Lichtkegel passt auch durch die maximal 29 mm Blende eines 1,25"-Okulars durch. Beim beobachten der kompletten Andromedagalaxie (als Beispiel) sieht das anders aus. Je lichtstärker das Teleskop desto breiter erscheint Andromeda, da kann die Okularblende gar nicht weit genug sein. Doch zurück zu den kleinen Objekten. Bei Beobachtungen mit höherer Vergrößerung ist es aber sehr angenehm wenn das Ding nicht sofort wieder aus dem scheinbaren Gesichtsfeld verschwindet sondern man einige Momente in Ruhe beobachten kann. Okulare mit größerem scheinbaren Gesichtsfeld (60° und mehr) sind hier im Vorteil. Allerdings grätscht dann sofort die Physik in den Ball and ruft "Öffnungsverhältnis! Öffnungsverhältnis!". Je größer das Öffnungsverhältnis (f/5 ist größer als f/8) desto stumpfer ist der Lichtkegel der am Okular ankommt und umso schwieriger ist es für das Okular daraus ein akzeptables Bild für unsere Augen zu machen. Gerade am Rand franst das Bild dann aus, "Koma" sei hier nur als Stichwort genannt. Kleine Öffnungsverhältnisse sind da im Vorteil, z.b. ein Lidl-Refraktor mit 70mm f/10. Ein 12" f/10 Teleskop wäre rund 3m lang und würde wahrscheinlich bei Wind taumeln wie ein Fahnenmast. Zum beobachten müsste man auf einer Leiter stehen. Auch deswegen sind handlichere Teleskope beliebter. Okulare mit großem scheinbarem Gesichtsfeld die auch an großen Offnungsverhältnissen schön abbilden können schnell ins Geld gehen. Ausprobieren vor dem Kauf ist die Devise, z.B. bei Astrokollegen die schon länger dabei sind. f/5 ist die letzte Tankstelle bevor die gut brauchbaren Okulare richtig teuer werden. Ich beobachte mit einfachen Plössl-Okularen durch mein 6" f/5 und das äußere Drittel der Sterne erscheint deformiert bei genauerem hinsehen. Ein direkter Vergleich mit einem 70mm f/10 Refraktor zeigt es unmissverständlich. Es ist noch erträglich für mich, aber jeder muß da seine eigene "Schmerzgrenze" ausloten. Die ganz preiswerten Okulare die Einsteigerteleskopen beiliegen verzerren auch deutlich, manche auch noch bei f/10.

Den Neumond konnte ich an einem Abend nutzem um im Umfeld der Leier mal den Himmel abzusuchen. Ich war auf der Suche nach was schönem für Töchterchens 3"-Newton und bin über den bunten Albireo gestolpert.

Klare Sicht
Detlev

Bearbeitet vom Benutzer Dienstag, 9. Oktober 2018 22:06:34(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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OceanSpiders 2.0
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