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Offline Helmut_t  
#1 Geschrieben : Montag, 3. September 2018 13:44:06(UTC)
Helmut_t

Rang: Neues Mitglied
Mitglied seit: 03.09.2018(UTC)
Beiträge: 2
Hallo erstmal,
als Neuling und Astronomieeinsteiger habe ich dieses Forum durch meine Suchmaschine gefunden. Ich bin auf der Suche nach einem Okularauszug um für meinen alten Bresser 114/900 Newton-Spiegel um 1,25" Okulare benutzen zu können. In einem ältern Beitrag habe ich von einer derartigen Umrüstung gelesen. Ist eine derartige Umrüstung, bei verträglichen Kosten noch möglich? Confused
Viele Grüße
Helmut
Sponsor
Offline woddy  
#2 Geschrieben : Dienstag, 4. September 2018 09:56:37(UTC)
woddy


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 07.02.2009(UTC)
Beiträge: 2,639
Wohnort: Iserlohn
Hallo Helmut
Erst mal Willkommen in unserer Runde.
Also eine Umrüstung auf einen 1,25“ Auszug
lohnt sich schon.
Von den kosten her sicherlich nicht so wild, aber du hast dann bei den Okularen mehr Möglichkeiten.
Frage am Rande wie sieht es aus mit der Justage der Optik. Wäre das Neuland oder bist du mit dem Thema schon etwas vertraut ?
Das ist nämlich wichtig beim Austausch von Komponenten, und nicht nur da.
Also sollte wenn Möglich ein Justierlaser im Hause sein, oder man kennt jemanden wo man sich das Teil ausleihen kann.
Der Newton....ist der auf einer Montierung oder als Dobson in Gebrauch ?
MfG
Andreas
Offline Helmut_t  
#3 Geschrieben : Dienstag, 4. September 2018 13:57:01(UTC)
Helmut_t

Rang: Neues Mitglied
Mitglied seit: 03.09.2018(UTC)
Beiträge: 2
Hallo Andreas,
erstmal vielen Dank für Deine Antwort. Über die Justierung mit einem Justierlaser habe ich schon gelesen aber noch keine praktischen Erfahrungen. Ein Problem dürfte die fehlende Mittenmarkierung auf meinem Hauptpiegel sein. Sollte die Montierung eines neuen Auszugs den Wert des Spiegels nicht maßlos überschreiten würde ich mir einen Justierlaser zulegen.
Der Spiegel ist auf einer parallaktischen Montierung auf einem Holzstativ montiert.
MfG
Helmut
Offline Kaffee  
#4 Geschrieben : Donnerstag, 6. September 2018 20:30:53(UTC)
Kaffee


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
Hallo Helmut,
willkommen hier im Forum!

Ich habe mal einen 1,25"-Okularauszug von einem alten 76/700 Newton an ein 114/900 Newton "transplantiert". Das Spenderteleskop hatte einen ziemlich blinden Hauptspiegel, weshalb es nur rund 5 Euro gekostet hat. Aber ich wollte ja auch nur den (Metall-)Okularauszug und das Holzstativ.
Gefunden hab ich es über e**y-Kleinanzeigen.
Die Schraubenlöcher passten gut und der nutzbare Verstellbereich war auf +/-1cm identisch.
Wo man einen einfachen "Zahn+Trieb" Okularauszug neu kaufen kann, das wüsste ich auf Anhieb gar nicht, müsste selber suchen.
Manchmal hat man Glück und der 0,96"-Okularauszug ist schon 1,25" und nur auf 0,96" verjüngt mit dem Klemmring. Ist der Ring ab könnte es passen.
Mit einer Rundfeile und etwas Zeit kann man das Problem am ausgebauten OAZ lösen...

Ein 114/900 Newton ist ein schönes Teleskop. Gut justiert und schön mattschwarz ausgekleidet innendrin geht sogar ein bischen Deepsky.
Ich hab mein Teleskop in einem großen Rucksack gesteckt und bin damit 2km in die Nacht geradelt. Da hatten die Holzbeinchen einen klaren Gewichtsvorteil
gegenüber den sandgefüllten Stahlbeinen meines Bresser Galaxy.

Viel Erfolg
Detlev
"Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

Bresser 10x50 | 150/750 Dobson | 70/700 Skylux Refraktor | 70/350 Meade ETX-70
Im Bastelkeller: 200/1200 Spiegel und anderes
https://astronomiefreunde-kn.de/
Offline Kaffee  
#5 Geschrieben : Donnerstag, 6. September 2018 21:05:14(UTC)
Kaffee


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
...Da hab ich doch glatt einen Tipp vergessen, ich Schussell...

Ich kenne zwei Wege die Mittenmarkierung zu setzen.
1. einen Kreis so groß wie der Spiegel auf Papier zeichnen/drucken, ein Kreuz aus langen Linien durch die Mitte und die Mitte ausschneiden.
Auf den ausgebauten Spiege legen und vorsichtig die Mitte mit einem kleine Kreis aus schwarzem Edding verschönern.
Anfangs habe ich selbstklebende Lochverstärkungen genommen, aber Edding ist flexibler.

2. Auf einem Plattenspieler den Spiegel(mit Boden) drehen lassen und so hinschieben daß der Spiegel selbst nicht mehr eiert.
Auf ein Stöckchen gestützt kann man dann durch einmaliges ansetzen des Edding einen schönen kleinen Kreis ziehen.

Der Spiegel ist auf jeden Fall sehr empfindlich weil die Silberschicht oben drauf ist. Dünne Gummihandschuhe schützen den Spiegel vor dem Hautfett, Vor dem Schraubenzieher schützt ihn nur umsichtiges Arbeiten. Ein Handtuch als Unterlage verhindert daß sich Schrauben auf Nimmerwiedersehen verabschieden.
Ich hab damals Handyfotos vom zerlegen gemacht. Am besten auf dem Fußboden machen dann kann nichts runterfallen.
Mein Teleskop war so gebaut: Der Boden wurde rundherum von 3 Schrauben gehalten, dann konnte ich Spiegel mit Boden wie einen Stopfen rausziehen.
Der Spiegel selbst war rundherum an drei Seiten mit L-förmigen Halterungen befestigt.
Zurück geht es gerade andersherum. Achte darauf daß der Spiegel nicht eingeklemmt wird. Er muß ganz leicht klappern können.
Ein Stück Papier als Abstandhalter hilft mir dabei. Justiert werden muß dann auch wieder, aber das ist bei einem Newton eine regelmäßig wiederkehrende Aktion,
und dabei hilft die Markierung.

Ich bin seit 5 oder 6 Jahren dabei und hab bis heute keinen Justierlaser. Eine weiße Filmdose mit mittigem Loch, in den OAZ gesteckt ist
mein Justierlaser. Der Rest wird am unscharf gestellten Stern ausgerichtet. Probier es mal aus, im Fotofachgeschäft kann man dir
bestimmt eine leere Dose geben. Da ist eine "Nase" dran vom Spritzgusswerkzeug. Da muß ein 3mm Loch rein. Mit dieser Seite nach außen in
den OAZ stecken und man kann gar nicht anders als mittig auf den Spiegel zu schauen. Um den kleinen Fangspiegel auszurichten hilft dir auch kein Laser,
da ist ein "Concenter", eine durchsichtige kleine Zielscheibe am Ende eines Röhrchens schon eher was. Oder Pi x Daumen indem man de OAZ ganz rausdreht und aus einiger Entfernung reinschaut um abzuschätzen ob der Fangspiegel in der richtigen Höhe steht. Das ist besser als nichts und geht am besten wenn der Hintergrund hinter dem Spiegelchen ein Stück helles (buntes) Papier ist, z.B. ein Post-It und man den Hauptspiegel ganz abdeckt (Tuch). Danach alle Abdeckungen weg und erst einmal von vorne in das Teleskop schauen, über die Fangspiegelstreben auf deren Spiegelbild peilen und den Hauptspiegel so justieren daß wenn Strebe und Spiegelbild übereinander liegen die Verlängerung davon durch die Mitte geht. Das bitte mit allen 3 oder 4 Streben machen.
So "vorjustiert" kann man sich an die Justage des Fangspiegels wagen. Die 3 äußeren Schrauben drücken, die mittlere zieht. Wenn unter die mittlere ein Federchen kommt geht die Justage einfacher weil der Spiegel nicht wackeln kann. Ziel ist die Mittenmarkierung in die Mitte des Blickfeldes zu kriegen. Wenn das "irgendwie nicht gut aussieht" hat man wahrscheinlich den Fangspiegel zu hoch oder zu tief stehen und der Blick schielt zum Rand hin.
Am Ende muß die Mitte des OAZ auf die Mitte des Fangspiegels zeigen, und im rechten Winkel dazu steht die Hauptspiegelmitte. Wenn der Tubus ein wenig schief dazu steht dann ist das eben so. Viel wichtiger ist daß der OAZ nicht schief dazu steht. Das merkt man dann beim rein/rausdrehen daß der Einblick wandert. Da kann schon mal ein wenig sanfte Gewalt zum Tubusblech verbiegen erforderlich sein um das zu korrigieren...
Schrauben sind geduldig, meine erste Justage hat über eine Stunde gedauert, inzwischen geht es deutlich schneller.

Viel Erfolg
Detlev

Bearbeitet vom Benutzer Donnerstag, 6. September 2018 21:38:39(UTC)  | Grund: Egänzung

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