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#1 Geschrieben : Sonntag, 13. Mai 2018 20:32:29(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
Hallo alle zusammen!
Dies ist mein erster Beitrag, also nutze ich die Gelegenheit mich bei allen zu bedanken die dieses Forum betreiben, insbesondere bei Stephan,
der mir half die Anmeldung zu vollenden auch wenn die Bestätungsmail irgendwo verschütt ging. Vielen Dank!

Zu meiner Peson:
Ich bin kein Jugendlicher mehr und betreibe seit etwa 6 Jahren Astronomie. Nach einem schlimmen Start mit einem 50/600 Vollplastik-Röhrchen das innerhalb von wenigen Wochen ausrangiert wurde kam ich über ein gebrauchtes 114/900 Newton, das leider ziemlich lädiert wurde beim Transport den Sternen ein Stück näher. Einachsig motorisiert wurde es sehr angenehm, aber die Domäne dieses Teleskops waren eher die hellen Planeten, Sonne und der Mond. Nach einigen Beobachtungen mit anderem Teleskopen kam ich zu dem Entschluss daß ich ein anderes Teleskop brauche. Nicht weil das 114/900 schlecht war (Es war inzwischen mit Velours ausgekleidet, justiert und der OAZ gegen verkippen geschützt) sondern weil ich bemerkte daß für halbwegs brauchbares Deepsky einfach mehr Licht ins Auge muß. Da ich kein Auto habe muß alles aufs Fahrrad passen. Zerlegbare Dobsons a la Hofheim haben es mir angetan. Leider finanziell nicht in Reichweite...
Also bin ich zweigleisig gefahren: Ein 150/750 Newton OTA gekauft und eine zerlegbare Rockerbox dazu gezimmert, parallel dazu mit der Planung eines zerlegbaren 8"/F6 (ja, F6 wegen der Okulare) Dobsons begonnen. Leider kam so einiges dazwischen (ich sag nur "Hausbesitzer"Wink und so ist das 6"/F5 weiterhin mein Hauptinstrument und der 8"/F6-Spiegel im Keller wartet weiterhin auf Sternenlicht. Das 6"/F5 passt mit allem zusammen auf einen Fahrradanhänger.
So transportiert hat es schon einen Messiermarathon mitgemacht. Für den Urlaub hab ich mir ein ETX70 zugelegt. Dadurch kam ich auf die Idee dort mal eine Kamera draufzuschnallen. Erste Gehversuche Richtung Fotografie unternehme ich seit einigen Wochen mit einer Canon EOS 1000D, momentan ohne jegliches Teleskop oder Nachführung. Aber selbst dafür war der Himmel bisher meist zu bewölkt.
Zeit was am Haus zu machen und zwischendurch mal über eine motorisierte Barndoor nachzudenken.

Und damit sind wir beim Thema!
Einarm, Zweiarm, Handantrieb, Motor, Tangentialfehler... Jaja, eine Barndoor ist Fluch und Segen zugleich.

Bei den Astrokollegen von Astrotreff.de hat jemand 2010 eine Selbstbau-Barndoor vorgestellt die Festplattenmotoren als Kugellager (nicht als Motor!) verwendet. Vorteil: Beide Teile dieses "Lagers" haben schon Flansche, die Montage ist anders aber auch einfacher als für "normale" Kugellager. Eine halbwegs vernünftige Antriebsspindel mit flexibler Kupplung wäre Dank der allgemeinen Verbeitung von 3D-Druckern einfach zu beschaffen. Der Antrieb des Schrittmotors würde von einem "Arduino Nano V3" mit passendem Steuer-IC vorgenommen werden. Da muß man nur noch den Takt vorgeben, den Rest macht das IC, inklusive 1/16 Mikroschritt. Was mir gut gefällt ist das kleine Packmaß denn auch der größte Fahrradanhänger ist irgendwann voll..
Die Gestaltung der Mechanik ähnelt einer kommerziell vertriebenen "Astrotrac" Nachführung, allerdings verwendet der Spechtel-Kollege Multiplex-Holz für die Konstruktion. Mit meinen Erfahrungen zum Thema Dobsonmontierung bin ich aber skeptisch ob so ein bischen Holz in der Lage wäre eine Kamera nachzuführen ohne sich unter der Last zu verwinden. Aus dem Bauch heraus würde ich eher ein Alu-Rechteckprofil verwenden, eventuell zu einem L- oder U-Profil verleimte Multiplex-Holzstücke.

Hat jemand Erfahrungen mit solchen Konstruktionen und kann etwas dazu sagen?
Bin ich zu pessimistisch was die Materialeigenschaften angeht?

Klare Sicht
Detlev
"Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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Offline pescadorTT  
#2 Geschrieben : Sonntag, 13. Mai 2018 21:06:49(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 625
Wohnort: Bergisches Land
Abend Detlev,

ich kann Dir zwar nichts zur Barndoor sagen, freue mich aber sehr darüber, dass Du Dich nun auch hier im Forum angemeldet hast. Schade mit den "Astro-Foren", aber was will man machen....
Dann mal auf einen guten Austausch im ATDS. Hier sind übrigens einige der Kollegen unterwegs, die sich unterschiedlichste Barndoors konstruiert und gebaut haben Smile

In diesem Sinne; machet auf die Tore....

Lieben Gruß,
Sven
| Fotomaschine: 12,5"/ f4,7 C. Busch Spiegel im D. Martini Truss auf gepimpter G.11 mit Gemini II |
| Leitrohr: ED 70/ 420 mit Mgen II |
| Schnellspechtler: Vixen 102 M auf AZ |
| Sammlung: TAL1 | Revue 60/ 700 | Revue 60/910 |
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#3 Geschrieben : Montag, 14. Mai 2018 08:16:06(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
Hallo Sven,
schau an, so klein ist die Welt! Schön was von dir zu lesen. Noch habe ich Astrotreff nicht aufgegeben, mal schauen was die Zukunft bringt.

Zur Barndoor: Manchmal muß man ein paar Nächte drüber schlafen um zu erkennen daß ein vermeintliches Problem gar keins ist!
Damit die Kamera nachgeführt wird muß sie gar nicht "außen" montiert sein, sie kann ja durchaus genau auf der Achse sitzen, Hauptsache sie dreht sich. Damit sind die einzigen Bauteile die sich problematisch verwinden können das Achslager und der Kamera-Kugelkopf. Die Holzleisten dienen nur als Hebel für den Antrieb und werden hauptsächlich entlang ihrer stabilsten Seite belastet. Das klingt doch gleich viel besser!
So viel besser daß man das mal probieren muß.
Ein Blick in die Grabbelkiste:
Motor, Steuerung,Arduino - Check
Holz - Check
Spindel - Nein
Festplattenlager - Check
Kugelkopf - Check
Zeit - Hmm...Juli?

Klare Sicht
Detlev
"Wir sind aus Sternenstaub gemacht." - Carl Sagan

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Offline Astroinfos  
#4 Geschrieben : Montag, 14. Mai 2018 18:02:36(UTC)
Astroinfos


Rang: Forenleitung
Mitglied seit: 03.12.2007(UTC)
Beiträge: 3,982
Wohnort: Brake / Unterweser
Hallo Detlev,

dann haben wir es ja doch hinbekommen mit Deiner Anmeldung. Herzlich willkommen.

Ich hake mich in das Thema mal mit ein, denn auch ich suche nach einer guten Barndoor. Bei mir kommt aber noch ein Skilllevel hinzu: handwerkliches Geschick gleich null. Oder sagen wir besser -1...

Zu den Lagern: die Idee ist nicht schlecht, die Dinger sind butterweich und dennoch relativ stabil. Zumindest im Trockenen. Sie sind aber auch wetterfühlig, wenn man das so sagen darf. Ob die die Feuchtigkeit draußen
abkönnen? Ich bezweifel es fast. Ein versuch ist es wert. Ich habe hier noch eine sehr sehr alte 20MB (ja MB, nicht GB) Festplatte. Wenn Du Ergebnisse erzielt hast, gib bitte bescheid Wink
Viele Grüße und CS
Stephan Brüning

www.deepsky-datenbank.de
www.stephan-bruening.de
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#5 Geschrieben : Montag, 14. Mai 2018 19:32:36(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
Hallo Stephan, ja mit deiner Hilfe ging es dann problemlos weiter. Vielleicht ist mein 10 Jahre altes Schleppi mit Win10 nicht die perfekte Lösung...

Zu der Wetterfühligkeit der Lager fällt mir ein daß man ja den Tau mit einer kleinen Heizung fernhalten könnte. Muß ja nur etwas wärmer als der Rest sein. 3 kleine Widerstände drumrum würden schon helfen.

Eine 20MB (MFM) Platte hatte ich auch mal, so 1992, in einem 286er mit Win 3.1...
Ich leg heute abend mal ein Lager in den Gefrierschrank, mal testen ob sich die Achse morgen noch drehen lässt.
Meine Spenderplatten waren etwas moderner, 40 und 80 GB IDE von Seagate.
Gruß
Detlev
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#6 Geschrieben : Dienstag, 15. Mai 2018 22:17:19(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
So, nach 1 Tag bei -18°C (in Tüte)lässt sich der Motor ohne Kraft und Geräusch drehen.
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#7 Geschrieben : Freitag, 18. Mai 2018 14:57:39(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
So, noch was für die Ideenkiste und eventuelle Nachahmer:
- Diese Motoren, sogenannte bürstenlose Gleichstrommotoren (brushless DC, BLDC) haben innen drin natürlich Motorwicklungen, die man als Heizung nehmen könnte...
Darf natürlich nicht zuviel Strom fließen, sonst lässt sich der Motor nicht mehr bewegen. Aber es geht ja nur um ein paar Milliwatt, gerade soviel daß der Motor nicht der kälteste
Punkt in der Umgebung ist. Eventuell beide Wicklungen bestromen (bifilar).
- Eine auf Metall gleitende Filzscheibe die den Spalt zwischen den Achsen füllt könnte den Motor vor Verunreinigung schützen.
- Stativadapter: 3/8" Mutter? Prismenschiene? Am besten beides, die Ansprüche werden sich ändern im Laufe der Zeit.
- Stromversorgung: Akkupack vom ETX70? 12V Bleiakku (4Ah)? USB-Powerbank?
- Sicherungsleine für die Kamera falls es den Motor doch mal in zwei Teile zerlegt?
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Offline woddy  
#8 Geschrieben : Freitag, 18. Mai 2018 16:03:27(UTC)
woddy


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 07.02.2009(UTC)
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Wohnort: Iserlohn
Hallo Detlev
So eine Barndoor ist ne schöne Bastelarbeit.
Wenn sie gut gebaut ist dann gehen mit 200mm Brennweite durchaus 60-90s Belichtungszeit.
Ich habe vor einigen Jahren eine Eieruhrbarndoor nach australischem Vorbild gebaut. Der Heiko hat selbiges getan und das auch hier im Forum schön dokumentiert.
Der Vorteil der Konstruktion ....wenig Bauteile und Stromlos.
Wenn du natürlich fit ins sachen Elektronik bist spricht nichts gegen Motorantrieb.
Bezgl. Holz und verbiegen...Birke-Multiplex ist schon sehr Stabil, da wird ne EOS mit Objektiv nichts verwinden.
Was noch eine Sache für die wäre.
Bastel dir fürs ETX ne Polwiege und dann hast du da auch deine Möglichkeiten die Eos Huckepack auf die Optik zu schnallen.
Der Bericht zur Barndoor kannst du im Forum bei den Selbstbauthemen finden.
MfG
Andreas
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#9 Geschrieben : Freitag, 18. Mai 2018 17:09:52(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
Hallo Andreas,
die Idee mit dem ETX70 hatte ich auch schon (Standort "geographischer Nordpol", und dann einen passenden Ausgleichswinkel drunter), aber mein ETX70 bräuchte mal eine Generalüberholung, das Fett scheint
ungleichmäßig verharzt zu sein. Visuell geht es meist, aber für Fotos ruckelt es glaube ich zu viel. Aufwandsmäßig ist da kein Vorteil für das ETX70 so wie ich die Lage sehe
Die Eieruhrbarndoor hab ich auch schon gesehen. Aber die hat doch auch das Problem daß die Schnur konstant gewickelt wird, was zu einer sich stetig ändernden Winkelgeschwindigeit führt, oder?.
Und genau das möchte ich ja nicht. Umgekehrt wäre es viel besser, aber dafür bräuchte es vielleicht eine speziell geformte Auf/Abrollscheibe? (Hab momentan kein Bild im Kopf wie die aussehen müsste)
Ich möchte mehrere Langzeit-Fotos hintereinander machen können und dabei möglichst wenig systembedingten Ausschuss produzieren. Gerade am Anfang ist man doch für jede helfende Hand dankbar
damit am Ende überhaupt was rauskommt. Ansonsten ist die Eieruhr-Lösung wirklich genial, da gebe ich dir Recht.
In Sachen Elektronik kenne ich mich etwas aus, hab das vor Jahren mal gelernt. Soll aber keine Zauberkiste werden vor der alle nur "Ooh" und "Aah" sagen dürfen.
Ich werde berichten was ich mache und auch Pläne dazu veröffentlichen. Aber frag mich nicht wann genau ich Zeit dafür haben werde. Diesen Monat nicht mehr und nächsten Monat nicht gleich.

Klare Sicht
Detlev
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Offline woddy  
#10 Geschrieben : Freitag, 18. Mai 2018 18:58:12(UTC)
woddy


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 07.02.2009(UTC)
Beiträge: 2,639
Wohnort: Iserlohn
Hallo Detlef
Also über soch ändernde Winkelgeschwindigkeiten braucht man sich keine Gedanken machen. Die Schnur macht so etwa 3-4Umdregungen in 2h.
Wo wir auch beim langen Belichtungen sind.
Mit der Eieruhr kann ich 2h lang Aufnaen machen.
Mit einem 50mm Objektiv und 120s sind das schon reichlich Bilder.
Was fas ETX an geht....das Teil kann man gut zerlegen und gangbar machen.
Habe das letztes Jahr für ein Astrokollegen gemacht. Da war auch noch Bruch an der Motorhalterung und alles versandet.
Wenn du da Bilder vom Innenleben haben möchtest kein Problem.
Mfg
Andreas
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#11 Geschrieben : Samstag, 19. Mai 2018 15:16:16(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
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Hallo Andreas,
ich muß gestehen daß ich mir die Größe dieses Fehlers und die daraus folgende (Pixel)Verschiebung ausgerechnet habe.
Wenn das Problem klein ist dann geht es vielleicht auch mit konstanter Motordrehzahl. Die Ansteuerung soll ja per Microcontroller erfolgen, und dessen Programm kann man ja Stück für Stück mit Versuch und Irrtum optimieren. Anfangs ohne Korrektur, und wenn ich erkenne daß es nicht läuft nachbessern.
Danke für den Hinweis! Die Mechanik und die Ausrichtung werden die Bilder ebenfalls beeinflussen. Lassen wir uns überraschen.

Mein EXT70...ja es steht gut verpackt in seinem Rucksack und wartet auf seinen Einsatz oder ReparaturUnsure . Auf das Angebot mit den Fotos komme ich gerne zurück, kann aber Monate dauern. Ich hatte ganz kurz mal die Idee Astrofotos durch dieses Teleskop zu machen, aber ich fang erst mal mit der Kamera ohne Teleskop an. Erst ohne Nachführung, dann mit Nachführung per Barndoor. Je weniger Komponenten beteiligt sind desto weniger kann schief gehen.Ich hätte auch noch gar keinen Adapter zur Hand.

klare Sicht und warme Füße
Detlev


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#12 Geschrieben : Montag, 21. Mai 2018 12:31:15(UTC)
Kaffee


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Zitat von: Kaffee Gehe zum zitierten Beitrag

ich muß gestehen daß ich mir die Größe dieses Fehlers und die daraus folgende (Pixel)Verschiebung ausgerechnet habe.


Hallo Andreas,
Bitte entschuldige meine hier vor der ganzen Welt dokumentierte Schusseligkeit, aber genau das Gegenteil stimmt!Scared Ich habe mir den Fehler noch nicht ausgerechnet, werde das aber machen (müssen) wenn es an die Korrektur per Software geht.

Gruß
Detlev

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Offline woddy  
#13 Geschrieben : Montag, 21. Mai 2018 15:46:07(UTC)
woddy


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Hallo Detlef
BigGrin kein Problem....
Bin auf das Ergebniss gespannt.
Ich denke die Ausrichtungsungenauigkeit ist
entscheidender als die minimale Winkeldifferenz.
MfG
Andreas
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#14 Geschrieben : Freitag, 1. Juni 2018 21:03:44(UTC)
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Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
Hallo zusammen,
hier kommt ein erstes Update.
Barndoor Prinzip

Im Gegensatz zu einigen anderen Barndoors gleitet hier kein abgerundeter Kopf unter dem sich bewegenden Schenkel weg, sondern ein schwenkbares aber nicht drehbares Gewinde nimmt die Spindel auf. Im Gegenzug ist der Motor auch schwenkbar damit sich die Spindel nicht verbiegt. So kann nichts aus Versehen aufklappen.
Der Einfachheit halber sind beide Schenkel fürs erste genau gleich groß geplant (230mm). Durch dieses Trick ist die Berechnung der ganzen Geometrie recht einfach, weil die Konstruktion gedanklich einfach halbiert werden kann und so den ersehnten rechten Winkel bekommt!

Mit Libreoffice Calc (sowas wie MS Excel) habe ich mal bis 4 Stunden (=60°Wink alles in 1 Minutenschritten berechnen lassen. Erst einmal ohne Korrektur, mit konstanter Geschwindigkeit.
Als Referenzpunkt habe ich 15° gewählt. Für 15° habe ich die Spindellänge und die Geschwindigkeit berechnen lassen und die Formeln in die anderen Zellen übernommen. Bis Zeitminute 11 bleibt der relative Fehler von einer Zeitminute zur anderen unter einer Bogensekunde. Das deckt sich mit der Aussage die ich schon mehrfach gehört habe daß die erste Viertelstunde einer Barndoor die beste sei. Wenn ich also 15 Aufnahmen zu 60 Sekunden hintereinander mache dann ist abgesehen von Einnorden, Wackelizität usw der Fehler bei max 1 Bogensekunde, also 1/30 Monddurchmesser.
Danach wird es Stück für Stück schlechter.
Bei Minute 21 ist der Fehler von einer Minute zur anderen schon bei 3 Bogensekunden, bei Minute 28 werden die 5 Bogensekunden geknackt, bei Minute 39 sind es 10 und die 20 werden bei Minute 55 erreicht.
Meine Erkenntnis daraus:
Wer seine Einarm-Barndoor immer wieder zurücksetzt und nicht über die ersten 10-15 Minuten hinaus benutzt muß sich um den hier berechneten Fehler keine Sorgen machen, da dürften andere Fehler(Nicht lineares Gewinde, Deformation der Spindel, Taumeln, Einnorden, Höhenwinkel ) mehr Probleme machen.

In Pixelfehler, Crop-Faktor usw, da muß ich mich erst mal einlesen um zu beurteilen was noch OK ist.

klare Sicht
Detlev

Bearbeitet vom Benutzer Freitag, 1. Juni 2018 21:06:08(UTC)  | Grund: Fehler korrigiert

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#15 Geschrieben : Sonntag, 3. Juni 2018 23:19:41(UTC)
Kaffee


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 22.04.2018(UTC)
Beiträge: 38
Wohnort: Karlsruhe Umland
Noch keine Schraube eingedreht, aber mal über die Software nachgedacht...

Mit einem Schrittmotor mit 200 Vollschritten pro Umdrehung und einer Ansteuerung mit 16 Mikroschritten pro Vollschritt möchte ich arbeiten.
Die Spindeln für 3D-Drucker haben bei 8mm Stärke pro Umdrehung 2mm Steigung (Zum Vergleich; eine M6 Gewindestange hat 1mm Steigung).
Das sind 200x16= 3200 Mikroschritte pro Umdrehung bzw pro 2mm Vorschub. Das ist weniger als 1µm pro Schritt, vorrausgesetzt nichts wackelt und alles ist perfekt gebaut .Wer's glaubt...Unsure. Bin mir sogar unsicher ob es nicht auch ohne Mikroschritte gehen könnte. Pro Schritt 10 µm...
So weit so gut. Der "Takt" mit der ich die Ansteuerung versorgen müsste entspricht dem Takt in dem die Mikroschritte ablaufen sollen, irgendwo zwischen 25 und 30 Hz,
aber bitte sehr, sehr genau. Da zählt dann in den Schleifen jede Mikrosekunde die unbemerkt irgendwo vertrödelt wird obwohl der Motor insgesamt seeeehr langsam gedreht wird.
Die Idee die Steuerung der Kamera da "mit drauf" zu packen hab ich erst mal verworfen....
Ich werde mir zur Sicherheit als "Messinstrument" einen zweiten Mikrocontroller nehmen müssen um damit die vom ersten erzeugten Steuertakte "von außen" zu messen und die in der Software gesetzten Werte so korrigieren daß sie zusammen mit den unbemerkt vertrödelten Zeiten die gewünschten Signale erzeugen.
Es ist wie bei den großen PCs. Ein PC läuft am besten wenn du noch einen zweiten hast...
Naja, hab ja alles schon...irgendwoRollEyes ...

Gruß
Detlev

Bearbeitet vom Benutzer Montag, 4. Juni 2018 09:32:02(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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OceanSpiders 2.0
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