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Offline Pipo  
#16 Geschrieben : Freitag, 27. Oktober 2017 04:54:20(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1,119
Wohnort: Berlin
Moin Heiko,

richtig vermutet und auch richtig klargestellt. Ein FH mit großem Öffnungsverhältnis war natürlich nicht gemeint. Das bezog sich mehr auf die Erfahrungen, die Hubertus in seinem Link geteilt hat. Der Spezialfall „Planetenbeobachtung aus der Stadt“ ist eben ein Spezialfall. Das ist ja das gemeine, dass ein gut getunter und kollimierter Newton eben schwer zu schlagen ist. Vor allem dann, wenn man noch den Preis mit ins Spiel bringt ;-).

Viele Grüße

Pipo

PS: Das mit dem Binoansatz ist ein fieser Floh, den du mir da ins Ohr gesetzt hast.
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
-------------------------------------------------------------
6" f8 auf BigBox, 4,5" Schienendob, 3" Dob
102/1300 Mr. Maksutov
60/150-Refraktor "Der Kleine Muck",FG 10x50
42 mm 2", 25 mm HR Planetary, 20 mm Silber Plössl, 15 mm WA,
12,5 mm Silber Plössl, 8 mm HR Planetary, TAL-Barlow 2x
Offline Rieger  
#17 Geschrieben : Sonntag, 29. Oktober 2017 00:21:39(UTC)
Rieger


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 12.04.2010(UTC)
Beiträge: 116
Wohnort: Herne
Hallo ihr Lieben,

Scheiß-Beo-Wetter und so schreibt man sich im Forum endlich mal wieder gegenseitig den Wolf.

Sooooooooooooooooo, dann werde ich mal die Minderheitenmeinung vehement vertreten:
Sicher, Heiko, ich erinnere mich auch, wie Loeni´s 12“-Dobson mir mal einen wunderschönen Mars zeigte. Den zeigte auch mal mein 10“-Opticon-Newton, ist allerdings schon 14 Jahre her (und das auf dem Lande!)

Ich habe ja in meiner bescheidenen Hütte stets vorgekühlt einen 16“-Newton und einen 6“-Halbapo. In den bescheideneren Anfängen einen 80mm-Bresser-Refri und den von Benny verlinkten 150mm-TAL-Newton. Im Vergleich kann ich nur sagen, dass wenn gerade mal der Tag im Jahrzehnt war, sowohl in der Stadt als auch auf dem Lande Newtons mit den parallel genutzten Refris mithielten.

Man sollte dabei allerdings durchaus auch den subjektiven Eindruck bei der eigenen visuellen Wahrnehmung berücksichtigen, dass Refris und Newtons eine jeweils eigene Ästhetik haben und die einen die höhere Auflösung des an Öffnung größeren Newton und die anderen (wie ch) denn Kontrast des unobstruierten Refraktors bevorzugen. So hat nach einem gemeinsamen Beo-Wochenende bei mir der liebe Loeni berichtet, der 16“-Newton und der 6“-Halbapo hätten ein etwa vergleichbar gutes Planetenbild gezeigt, dabei war mir mein Refri-Bild deutlich sympathischer.

Evtl. muss ich durch starke Filter mal das grelle Newton-Planeten-Bild herunter dimmen, damit ich das Urteil nachvollziehen kann. (Ich frage mich mitunter durchaus ernstlich, was ich bei Planeten-Beobachtungen an Newtons falsch mache, dass ich selten Genuß verspüre.)

Wenn ich nicht gerade, wie im parallel laufenden „threat“ geschildert, auf der Suche nach lichtschwachen Möndchen bin, so beobachte ich Planeten fast ausschließlich mit Refris und wenn ich kaum mal Jupiter skizziere, weil man da innerhalb von 10min fertig sein sollte wegen seiner schnellen Rotation, so skizziere ich Mars, und immer unvorbereitet auf dass, was mich erwarten wird, bei geeignetem Wetter in Oppositionszeiten alle 2-3 Tage; im Sommer noch bei einem scheinbaren Durchmesser von nur noch 4,7“, welchen Mars im Dezember 2017 auch wieder erreichen wird. Dass zeichne ich ausschließlich an meinen Refraktoren. Dabei habe ich in den letzten 14 Jahren keine besseren Marszeichnungen als meine hier oder im großen blauen Nachbar-Forum gesehen. Liegt das nur daran, das ich graphisch bewanderter bin oder daran, dass Dobson-Nutzer nicht die erforderliche Hand frei haben zum Zeichnen? Dabei ist mir z. B. die Sichtung einer feinen „Nadel“ auf einem Mars von unter 12“ scheinbarem Durchmesser geglückt, die sich beim späteren Kartenabgleich als „Alcionus nodus“ erwies.

Bei dem Anlass noch was zu den nutzbaren Vergrößerungen: Meine „Märse“ zeichne ich am 6“-Refri ausschließlich bei 460 – 480facher Vergrößerung, bin ich nicht in Medebach, zeichne ich in Wanne-Eickel am 5“er allerdings nur mit 312fach. Das erleichtert es mir beim Zeichnen, Größen- und Längenverhältnisse besser einzuschätzen. Aber ich habe kurz nach Kauf des späteren Medebacher Halbapos im Vergleich mit meinem 5“er und einem gleichdimensionierten 6“-Fraunhofer (beide 6“er waren noch als gefaltete Fagott-Refraktoren verbaut) an Saturn mal die laut Theorie absurd hohe Vergrößerung von 480fach versucht und dabei im Halbapo überraschend etwas beobachtet, was dieser bei 320fach noch nicht und der Fraunhofer auch bei 480fach nicht zeigte: Die Saturnringe, welche von der Cassini-Teilung sowohl nach innen als auch nach außen an Helligkeit abnehmen und deren Helligkeitsabfall im Fraunhofer oder auch im Halbapo bei nur 320fach noch wie laviert gemalt fliesend ineinander übergingen, erschienen im Halbapo bei 480fach als scharf abgegrenzte Segmente von Teilringen mit abgestuften Helligkeiten (wie wenn man eine altmodischew Venyl-LP gegen das Licht hält und dann klar die Trennung zwischen den aufgepressten Einzeltiteln erkennen kann.)

Also: Lasst euch von vermeintlich absurden Übervergrößerungen nicht abhalten, denn für die visuellen Beobachter des 19. Jhdts. waren fast 500fach am 6“er und an den größeren Refris Vergrößerungen weit im vierstelligen Bereich noch an der Tagesordnung.

Okey, gewiss gingen eben etwas „die Pferde mit mir durch“, denn die meisten hier nutzen Dobsons, aber es war nach dem Vergleich mit Refris gefragt worden und die sind fast immer parallaktisch montiert.

Aber auch in kleineren Dimensionen würde ich einen langen 80mm Refri dem TAL 2 mit 150mm am Planeten vorziehen. Das schreibe ich aus eigener Erfahrunmg mit beiden Instrumenten.

Soooooooooooo, und gezz´ kommt bestimmt der heftigste Widerspruch!?!

CS.

Hubertus
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