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Offline Oliver Schulz  
#1 Geschrieben : Mittwoch, 27. September 2017 22:37:38(UTC)
Oliver Schulz


Rang: Spechtelneuling
Mitglied seit: 06.03.2016(UTC)
Beiträge: 11
Wohnort: Berlin
Hallo Sternenfreunde,

aus Transportgründen spiele ich mit dem Gedanken, mir ein anderes Teleskop zuzulegen (bisher besitze ich ein 8'' f/5-Newton). Meine Kriterien dabei sind: Auf jeden Fall kürzer und wenn möglich leichter als der Newton (der wiegt knapp 9 kg) und ansonsten eben die eierlegende Wollmilchsau, sprich: ein „Allround-Gerät“. Von der Größe her schweben mir wiederum 8'' und ca. f/10 vor. Das Gerät soll auch fotografisch eingesetzt werden. (Gerade hier wünsche ich mir bei einigen Objekten doch deutlich mehr als 1000mm Brennweite.) Da landet man eben bei den RC-, MC- oder SC-Systemen.

Zugleich soll das Gerät möglichst wenig anfällig für Dejustierung sein (der Transport erfolgt mit einem Fahrradanhänger) bzw. leicht zu justieren sein.

Zu den RC habe ich jedoch häufig gelesen, dass die Justierung wirklich schwierig und langwierig ist und manche fast am verzweifeln waren, weil sie es nicht hinbekommen haben. Schließlich mussten die Geräte zur Justierung in professionelle Hände gegeben werden. Das finde ich eher abschreckend. Gilt das generell für dieses System oder nur für einzelne Modelle? Die Anfälligkeit des Newtons ist zwar nervig, aber wenigstens geht die Justierung auch bei Dunkelheit auf dem Acker schnell und einfach...

Momentan liebäugele ich mit dem Vixen VMC 200L, manchmal aber auch mit einem C8 oder dem C 9,25. Ok, letzteres wäre keine Gewichtsersparnis mehr...
Beim Vixen soll der Hauptspiegel fest verbaut sein, also müsste doch hier die Gefahr der Dejustierung am geringsten sein, oder liege ich da falsch?
Hier wurde vor ein paar Monaten ein solches Gerät angeboten (aber ich war nicht schnell genug). Vielleicht können der Besitzer bzw. Vorbesitzer etwas zu dem Gerät sagen.

Bei den MC und RC werden häufig die großen Fangspiegel und die damit einhergehende Obstruktion beklagt. Andere schreiben hingegen, bei ihren Tests sei das gar nicht ins Gewicht gefallen, die Bilder seien scharf und keineswegs „weichgespült“.

Im Verein wurde mir ein 180mm Mak mit angeblich geringer Obstruktion angeboten, aber der hat f/15 und das ist wohl schon ein bisschen zu speziell. Vor allem für Fotografie.

Die Frage ob offenes oder geschlossenes System (wegen Auskühlung) stellt sich mir, glaube ich, nicht so. Während des Transports und des Aufbaus ist genug Zeit zur Abkühlung.

Tja, ein paar Infos habe ich schon gesammelt, aber für eine Entscheidung reicht's noch nicht.

Ich weiß, dass die Frage des Systems häufig fast eine Glaubensfrage ist, aber vielleicht hat der eine oder andere ja mal die Möglichkeit gehabt, verschiedenen Geräte miteinander zu vergleichen und kann etwas über die Vorzüge der einzelnen Geräte sagen. Den Beschreibungen der Händler nach sind natürlich alle Geräte immer die Besten...

Viele Grüße
Oliver
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Offline Pipo  
#2 Geschrieben : Donnerstag, 28. September 2017 09:08:33(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1,110
Wohnort: Berlin
Moin Oliver,

aus eigener Ansicht kann ich nur wenig dazu sagen. Aber wie die meisten sicher auch, hatte ich mal mit der Frage „was wäre wenn“ gespielt und mich etwas eingehender mit diesen Geräten beschäftigt. Wenn du die grundsätzliche Entscheidung getroffen hast, dass es in Richtung auf katadioptrisches Gerät gehen soll, wirst du deine Gründe haben, aber dazu am Ende noch eine Bemerkung.
Ich habe seit 2 Jahren auch einen kleinen Mak und benutze ihn mittlerweile mehr als meinen Dobson. Diese Geräte haben schon ihren Reiz. Daher kam auch mein Interesse an anderen Geräten dieser Bauart.

Das Argument der Gewichtsersparnis kann ich nicht nachvollziehen. Vom Öffnungs-Gewichts-Verhältnis sind die Newtons eigentlich nicht zu schlagen, dazu dann noch die Montierung …?


EDIT:Bezüglich des Gewichtes revidiere ich mich. Das C8 wiegt nur gut die Hälfte, zudem ist es kürzer und bei gleicher Montierung (so wie du sie hast?) sollte die Nachführung unproblematisch sein. Da habe ich eben selbst gestaunt, ich hatte das C 925 im Kopf


Du hast einen Transport auf dem Fahrradanhänger beschrieben. Die Optik würde ich, egal welche, niemals auf den Anhänger packen. Und schon gar keinen SC oder RC, dafür sind sie zu teuer. Dann plane lieber eine Nummer kleiner und nimm einen Rucksack.

Maks haben, wenn man mal von den Foto-Maks von Intes absieht, ein zu kleines Öffnungsverhältnis um vernünftig fotografieren zu können. Bezüglich der RC hatte ich mal ein ausführliches Gespräch mit einem Besitzer bei der Langen Nacht der Astronomie letztes Jahr. Er hat mir im Prinzip genau das bestätigt, was du geschildert hast. Ob ein geschlossenes System nun Vor- oder Nachteile hat liegt immer im Auge des Betrachters. Klar, die offenen RC oder die Cassegrains von Vixen kühlen schneller aus und sind besser beim Tubus-Seeing. Geschenkt, denn dafür haben sie wieder Spinnen und die Spiegel können verschmutzen. Und darauf bezog sich seinerzeit auch meine Frage. Wie reinigt man den Spiegel eines RC, wenn es mal Not tut? Die Antwort war: „Am besten gar nicht!“. Er selbst hatte das mal gemacht und die Justage nicht wieder hinbekommen. Seine Rettung war ein Fachmann, der ihm gezeigt hat, wie es geht. Aber ohne Hilfe wäre es nicht gutgegangen.

Kommen wir zu den SC. Hier müsstest du dir darüber klar werden, ob es die Edge-HD Bauart sein soll oder ob du die klassische Variante wählst. Ich nehme an, dass du die entsprechenden Informationen der Celestron-Seite gelesen hast. Für visuelle Beobachtungen reichen die einfachen SC völlig. Aber wenn du in Richtung Foto gehen willst, brauchst du dafür Korrekturoptiken. Da ist dann der Preisunterschied zwischen dem C8-Edge und dem C8 mit Korrektoren nicht mehr groß.
Anders sieht es beim C925 aus. Während das einfache in Reichweite des C8-Edge liegt, ist dann der Sprung zum C925-Edge riesig.
Dann kommt aber noch etwas hinzu. Celestron bietet das Hyperstar-System an. Falls du dir die Option offen halten möchtest, dieses System eines Tages einzusetzen, fällt das C925 im Prinzip schon raus, weil man dieses nicht umrüsten kann. Das C8 schon und die Edge-Reihe ist ohnehin dafür eingerichtet.

So, jetzt musst du dir abschließend nur gut überlegen, ob sich diese Investition wirklich lohnt. Mit dem 8“ f5 hast du eigentlich ein schönes Röhrchen. Wenn du mit einem SC mit der doppelten Brennweite sauber fotografieren willst, brauchst du eine große Montierung die auch nicht mehr so ohne weiteres zu transportieren ist und und und. Hast du schon fotografiert und bist du dir über den Kostenrahmen beim Zubehör klar, den du ansetzen müsstest, um ein SC diesbezüglich wirklich effektiv nutzen zu können?

Wenn du die eierlegende Wollmilchsau suchst, dann schaue mal, ob du sie nicht schon hast.


Viele Grüße

Pipo

Bearbeitet vom Benutzer Donnerstag, 28. September 2017 10:31:06(UTC)  | Grund: Nachtrag

Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Offline fridolin  
#3 Geschrieben : Donnerstag, 28. September 2017 13:18:03(UTC)
fridolin


Rang: Spechtelneuling
Mitglied seit: 11.12.2013(UTC)
Beiträge: 22
Wohnort: Soltau
Moin Oliver,

ich hatte einen Vixen VMC200L und war sehr zufrieden. Kollimation perfekt und nix hat sich beim in den Garten fahren verstellt. Mein Grund ihn zu verkaufen ist simpel: ich habe nie den richtigen Abstand Reducer-Sensor (für f/6) hinbekommen, schon garnicht mit den Original Vixenteilen.
Das Gewicht mit ca. 6Kg perfekt, aber in den Anhänger..........?
Hier kannst Du das Gerät noch sehen und ein paar Fotos: www.barginda.de
Viele Grüße und CS
Klaus
www.barginda.de
Offline Oliver Schulz  
#4 Geschrieben : Donnerstag, 28. September 2017 18:52:32(UTC)
Oliver Schulz


Rang: Spechtelneuling
Mitglied seit: 06.03.2016(UTC)
Beiträge: 11
Wohnort: Berlin
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten!

@Pipo: Die Lösung mit dem Rucksack ist genau die Variante, von der ich eigentlich weg möchte. Ich habe das in den letzten Jahren so gemacht, dass ich den Newton in den Trekkingrucksack, Stativ, Montierung und den ganzen Rest aufs Fahrrad gepackt habe und damit ein Stück aus der Stadt heraus in die Heide gefahren bin. Das ist aber auf die Dauer keine Lösung. Dieses lange, starre Rohr auf dem Rücken ist nicht nur unangenehm beim Fahren; letztens bin ich, weil es eben auch noch ein ganzes Stück aus dem Rucksack herausguckt, an einem Straßenschild hängen geblieben. Ist erstaunlicherweise nicht viel passiert aber das war dann der Anstoß für die Überlegung, auf etwas Kompakteres umzusteigen. Und dann kam mir noch die Idee mit dem Anhänger. Klar ist das keine tolle Lösung (daher auch die Suche nach einem möglichst unanfälligen System), aber wenn man vielleicht in dickes Kissen darunter legt...? ;-) Ok, vielleicht würde bei den Maßen des C8 oder VMC200L auch wieder der Rucksack gehen.

Beim C8 dachte ich auch an das EdgeHD. Fotografieren möchte ich damit auch und ehrlich gesagt habe ich den Eindruck, dass sich hier am Rande Berlins fotografieren eher lohnt als visuelles Beobachten. Ich habe auch mit dem Newton fotografiert, das meiste an Ausrüstung müsste eigentlich vorhanden sein. Spontan fielen mir jetzt als sinnvolles Zubehör für das C8 noch ein ordentlicher OAZ und ein Reducer ein. Fehlt noch was?

Und ein ein Aspekt, den Du angesprochen hat, hatte ich bisher noch nicht bedacht: Bei offenen Systemen muss man die Spiegel ja irgendwie mal reinigen. Das war beim Newton jetzt auch nicht so das Problem, scheint bei den katadioptrischen Geräten aber problematischer zu sein. Spräche wieder für ein SC. (Gibt es bei den SC eigentlich große Unterschiede zwischen Celestron und MEADE?)

@Klaus: Wie hast Du das denn (wenn überhaupt) mit der Spiegelreinigung beim Vixen bewerkstelligt? War das problematisch? Und hast Du die Bilder auf Deiner Webseite mit oder ohne Reducer gemacht?

Als Montierung kommt übrigens eine HEQ5pro zum Einsatz. Die trägt den Newton ganz ordentlich, also denke ich mal, dass sie mit den anderen Systemen auch zurecht käme.

Viele Grüße und eine schönen Abend!
Oliver
Offline pescadorTT  
#5 Geschrieben : Donnerstag, 28. September 2017 21:35:12(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 474
Wohnort: Köln Nippes
Hallo Oliver,

ja so eine Entscheidung ist garnicht so einfach RollEyes
Ich kann Dir mal ein wenig über das C9.25 berichten, welches ich auf einer G11 von Losmandy nutze.

Bild Nummer


Ich habe meins gebraucht von einem belgischen Astronomen erworben, der dieses Ende 2005 von Baader erworben hatte. Das Teil befindet sich in einem sehr guten Zustand, hat schon die XLT Vergütung und ist noch Made in USA. Und da fängt es wohl schon an. Die neuen werden in China gefertigt und es gibt wohl immer mal wieder Probleme mit der Vergütung. Ich hatte da mal drüber berichtet, siehe hier: Celestron StarBright XLT 9.25.

Des Weiteren ist das SC schön handlich (aber nichts mehr für einen normalen Rucksack), hat einen sehr geringen Hebel, ist mir mit Taukappe noch nie zu getaut und liefert visuell ordentliche Bilder. Durch die Brennweite von f10 hat man auch viel Spaß an kleinen planetarischen Nebeln, wie z.B. M57 und an Planeten und Mond, ist das Teil eine Wucht.

Zum Transport kann ich Dir sagen, dass es schon des Öfteren im Kofferraum transportiert wurde und sich nicht verstellt hat. Ein ordentliches Polster im Wagen, könnte wahrscheinlich gehen.

Nun aber zur Fotografie Huh
Da muss man, wie schon angedeutet, ordentlich in die Tasche greifen, um mit gutem Equipment ein gutes Ergebnis auf die Beine stellen zu können. Ein ordentlicher Reducer muss her (nicht so einen Mist wie meiner (AlanGee II von Baader), der die Sterne am Rand aussehen lässt, als wären es Maden, die sich auf der Flucht befinden BigGrin ), sondern z.B. einer von Starizona , der aber mit 579,- Flocken schon ordentlich ins Gewicht fällt. Dazu kommen eine sehr gute Nachführung, (z.B. der MGEN), Adapter und CO. Bei f10 (oder mit Reducer f6,3) musst Du schon ordentlich nachführen, ansonsten gibt es Eier.

Zum zusätzlichen Okularauszug folgendes: ich nutze den Baader Diamond Steeltrack und klar, der ist feiner in der Einstellung, aber er verlängert auch noch die Brennweite und macht dem AlanGee II komplett den Gar aus! Der Starizona soll damit aber wunderbar funktionieren.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass durch die lange Brennweite schon einiges an Belichtungszeit einfließen muss, um ordentliche Bilder generieren zu können, aber wenn man dann mal weiss wie es abläuft, kann man auch ganz zufriedenstellende Ergebnisse erstellen. Es gibt also wie immer Vor- und Nachteile und im Großen und Ganzen finde ich die Kiste wirklich ganz gut.

Jetzt kommt es aber BigGrin Ich werde in den nächsten Monaten mein System ändern. Erstens möchte ich mehr Öffnung und zweitens ein schnelleres System, da ich mich mehr auf das Fotografieren konzentrieren möchte. Entweder wird es dann ein neues C11 mit Hyperstar (hoffentlich ohne Vergütungsproblemen) oder ein 12,5" Dieter Martini Gitterrohr Newton. Mich beschäftigt also im Grunde gleichfalls Deine Frage, bezüglich neuer Anschaffung und man lernt ja nie aus Laugh

Hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

In diesem Sinne, ein frohes und richtiges Auswählen.

Beste Grüße,
Sven
Celestron 9.25 XLT | Losmandy G-11 | Gemini 2 | MGEN | ED 70/420 | Vixen 102 M | Tal 1 | EOS 750D BCF MOD | ZWO ASI 120 MC


Offline Oliver Schulz  
#6 Geschrieben : Donnerstag, 28. September 2017 23:00:11(UTC)
Oliver Schulz


Rang: Spechtelneuling
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Beiträge: 11
Wohnort: Berlin
Hallo Sven,

ein beeindruckendes Setup auf dem Foto!

Ja, so ein C9,25 ist schon ein feines Gerät. Ein Freund von mir hat so eines und von daher ist mir schon klar, dass die etwas anspruchsvoller sind, als ein f/5-Newton. Den MGEN habe ich bereits und die HEQ5pro hat ein VTSB-Tunig bekommen. Bisher ging's ganz gut. Von daher dürfte das mit der Nachführung schon klappen. BigGrin Aber das C9,25 ist dann echt nichts mehr für den Rucksack...
Wie ist das denn fotografisch bei den SC: Es gibt ja dafür "Korrektoren". Erfüllen die (zumindest annähernd) die gleich Funktion wie die EdgeHD-Variante? Oder ist eine EHD-Version immer vorzuziehen? Oder benötigt man gar trotz EHD noch einen Korrektor? Oder anders herum: Lohnt sich die Anschaffung eines EHD + Reducer (ohne Korrektor) oder erzielt man mit einem Standard-SC + Reducer/Korrektor die gleichen Ergebnisse? Ist ja auch irgendwo eine Preisfrage...

Viele Grüße
Oliver
Offline pescadorTT  
#7 Geschrieben : Donnerstag, 28. September 2017 23:15:45(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 474
Wohnort: Köln Nippes
Hallo Oliver,

Dank Dir. Beim SC steckt im Reducer auch der Korrektor und da hatte ich ja auf den Starizona verwiesen, der wohl wirklich gut korrigieren soll und gleichfalls auf f6,3 verändert. Beim Edge braucht es nur eine Variante mit Reducer, z.B. die von Optec. Die Edges sind so gut korrigiert, dass sie keinen weiteren Korrektor benötigen.

Bezüglich der Nachführung: da solltest Du ja sehr gut ausgerüstet sein Smile

Beste Grüße,
Sven
Celestron 9.25 XLT | Losmandy G-11 | Gemini 2 | MGEN | ED 70/420 | Vixen 102 M | Tal 1 | EOS 750D BCF MOD | ZWO ASI 120 MC


Offline Pipo  
#8 Geschrieben : Donnerstag, 28. September 2017 23:35:35(UTC)
Pipo


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Moin Oliver,

jetzt wird es klarer. Du bist schon gut ausgestattet und hast Erfahrung. Wenn die Montierung mit dem 8“ f5 klarkommt, packt sie natürlich ein C8 und auch ein C925. Ja, die visuelle Astronomie am Rand von Berlin hat ihre Grenzen, da könnten wir im Duett singen.
Das war auch ein Grund, weshalb ich mich überhaupt mit der Frage beschäftigt habe, ob ein anderes System mir Vorteile bringen würde. Eventuell auch im Hinblick auf Fotografie.

Guck mal hier: http://www.space-watcher.de/index.html

„Zum Glück“ lässt meine Finanzausstattung ernsthaftere Überlegungen nicht zu, aber man kann ja mal so tun als ob. So bin ich dann auch etwas tiefer in die Materie eingestiegen.

Mehr zu solchen Geräten findet man bei Cloudynights (USA) oder Stargazerslounge (UK). google mal Phrasen wie „C925 review“ oder „LX 200 vs C8“ oder andere, die dich interessieren. Was nicht heißen soll, dass es nicht auch auf deutschen Seiten entsprechende Threads gibt, aber die kennst du eventuell schon.

Was die Systeme - offen oder geschlossen - angeht …. jeder hat so seine Paranoia und ich gerne ein Scope an dem ich auch selbst was machen kann. Und dafür sind RCs nicht gedacht. Aber sie sind offensichtlich insbesondere im Fotobereich schwer angesagt und das bestimmt nicht ohne Grund. Aber tieferes kann ich zu denen nicht beisteuern. Ich sehe sie aber eher im stationären Einsatz, habe sie zur Kenntnis genommen und mich nicht weiter diesbezüglich informiert.

Verkehrszeichen über Radwegen sollten nach unten 2,50 m frei lassen. Das reicht im allgemeinen, aber es gibt eben auch Ausnahmen. Die Idee mit dem Anhänger ist gut, aber wenn du über Schotterpisten fährst, ist das Scope im Rucksack bestimmt besser aufgehoben. Wenn da der Newton reingepasst hat, sollte das kein Problem sein. Den Rest packst du in den Hänger.

In welche der Berlin umgebenden Heiden fährst du denn zum Beobachten?


Viele Grüße

Pipo
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Offline fridolin  
#9 Geschrieben : Freitag, 29. September 2017 08:22:39(UTC)
fridolin


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Moin Oliver,

ich hatte bis zum Verkauf den Hauptspiegel noch nicht gereinigt, das war nach 2,5 Jahren noch nicht erforderlich. Die Aufnahmen sind alle mit Reducer, bis auf den Rosettennebel, der ist mit 300mm Teleobjektiv f/2.8 45x24s auf azimutaler Montierung entstanden.
Viele Grüße und CS
Klaus
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Offline Oliver Schulz  
#10 Geschrieben : Samstag, 30. September 2017 01:43:32(UTC)
Oliver Schulz


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'n Abend zusammen,

ja, ich habe schon ein bisschen Erfahrung, aber bisher eben nur mit Newtons. Und das, was ich bei einem Freund mit seinem C9,25 so mitbekomme. Der hat da übrigens ganz schön mit Vignettierung zu kämpfen. Neulich habe ich gelesen, dass diese Vignettierung möglicherweise durch die f/6,3-Reducer verursacht werden. Kann das jemand bestätigen?

@Klaus: Das sind ja schon sehr schöne Bilder mit dem VMC 200L. Hattest Du da den Original-OAZ dran oder (als Upgrade) diesen Dual Speed Fokusierer mit 1:7 Untersetzung? Wäre der vielleicht sinnvoll/notwendig? Gibt es ohne Reducer auch Probleme mit dem richtigen Abstand, oder an welcher Stelle liegt das Problem?

@Pipo: Für Heiligensee ist 5,8m (habe ich von Deiner Webseite) schon extrem gut! Ich fahre immer in die Heide hinterm Hahneberg in Spandau. Genaugenommen stehe ich da, glaube ich, schon eine paar Meter auf Brandenburger Boden. Laut Wikipedia soll das mit 5,0m der günstigste Standort in Berlin sein. Was den "Unfall" anbelangt, so weiß ich nicht (da ich das Rohr auf dem Rücken hatte und das die Neigung hat, sich etwas quer zu legen) ob ich am Schild oder am Mast hängen geblieben bin. Ich will den Berliner Behörden mal zubilligen, dass sie die Schilder in korrekter Höhe anbringen. :-) Das Vixen hätte 53cm, das C8 gar nur 43 cm Länge. Damit sollte sowas ausgeschlossen sein. Die Idee, den Tubus auf dem Hänger zu transportieren, scheint ja nicht so gut zu sein...

Tja, das C8 gibt es ab 989€, das VMC ab 1099€, das C8 EHD ab 1449€. Plus Zubehör. Schwierige Entscheidung... von daher würde ich gerne nochmal nachhaken: Erreicht man mit einem C8 + Reducer/Korrektor (z.B. dem Starizona) annähernd das gleiche Bild wie mit einem EHD+Reducer, oder gibt es da doch noch so signifikante Unterschiede, dass ein EHD auf jeden Fall vorzuziehen wäre.

Viele Grüße
Oliver
Offline fridolin  
#11 Geschrieben : Samstag, 30. September 2017 13:38:00(UTC)
fridolin


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Moin Oliver,

ja ich hatte den Original-OAZ und den Dualspeed-Focussierer. Der OAZ bleibt ja der alte. Dualspeed ist auf jeden Fall nicht nur sinnvoll sogar m.E. notwendig.
Ohne Reducer gibt es keine Abstandsprobleme.
Es war der Originalreducer von Vixen, der soll einen Abstand zum Kamerasensor von ca. 60mm haben. Genaueres konnte ich auch bei Vixen Europa nicht erfahren. Meine Canon (wie alle Canon) hat ein Auflagemaß von 44mm also bleiben noch 16mm für T-Ring und den passenden Adapter. Mit dem Vixen-Zubehör kam ich immer auf ca. 65mm, also habe ich mir von TS einen anderen Adapter besorgt, der jedoch wurde eben nicht mit dem Reducer verschraubt sondern "übergestülpt" und mit 3 Schrauben am Reducer fixiert/geklemmt. Das gefiel mir nicht so sehr, hier waren leichte Verkippungen ja vorprogrammiert. Aber es ging wie die Fotos zeigen. Der gesamte OAZ ist sehr stabil aber nicht mehr zeitgemäß, da nicht rotierbar.
Insgesamt ist der VMC200L ein sehr stabiles Teleskop, ich hatte außer dem beschriebenen keinerlei Probleme.
Viele Grüße und CS
Klaus
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Offline Pipo  
#12 Geschrieben : Samstag, 30. September 2017 23:29:27(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
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Moin Oliver,

zunächst mal eine Richtigstellung: Die von mir gelinkte Webseite ist NICHT von mir. Aber dort kann man eben sehen, was fotografisch auch hier möglich ist.

Kleiner Exkurs „Off-Topic“ in die jüngere Geschichte:

Nach dem Krieg hatten die Sowjets und die Briten das gleiche Problem. Wegen der Abgrenzung der Sektoren, die sich an den Landesgrenzen orientierten, konnten beide die ihnen zugewiesenen Flughäfen nicht nutzen. Der Flughafen Staaken lag zur Hälfte auf Berliner Gebiet und damit im britischen Sektor. Der Flughafen Gatow war für die Briten auf dem Landweg nicht erreichbar, weil sich der sowjetische Sektor südlich von Pichelswerder bis zu den Rieselfeldern mit einer Ausbuchtung bis an die Havel erstreckte.
In einer Nacht- und Nebel-Aktion fand ein Gebietsaustausch statt. Die Briten erhielten den Bereich von der Potsdamer Chaussee bis zur Havel, die Sowjets im Gegenzug West-Staaken, so dass beide ihre Flughäfen nutzen konnten und Hahneberg in der DDR lag. 1990 kam West-Staaken und damit Hahneberg wieder zu Berlin.
Der Flugplatz Staaken wurde bis Mitte der 50er betrieben und der in Gatow bis 1994. Dort habe ich für die letzte Flugshow der RAF Sperrungen eingerichtet und ein Kollege, der in Seeburg südlich von West-Staaken , also gleich nebenan in der DDR, bis 1990 bei der NVA stationiert war, hat mir dabei geholfen. Verrückt, oder?

Der von die angesprochene Verein ist damit der der Bruno-H.-Bürgel-Sternwarte nehme ich an. Dass das Gebäude des Vereins die ehemalige Grenzkontrollstelle auf Berliner Seite ist, weißt du wahrscheinlich.

So, das hat alles zwar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber vielleicht ist es doch interessant.


Viele Grüße

Pipo

Bearbeitet vom Benutzer Samstag, 30. September 2017 23:44:26(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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Offline Oliver Schulz  
#13 Geschrieben : Sonntag, 1. Oktober 2017 16:59:15(UTC)
Oliver Schulz


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Hallo Pipo,

genau das ist der Verein. Das mit dem Zollhäuschen wusste ich schon, das mit den Flughäfen nicht. Wurde Gatow echt schon 1994 stillgelegt? Ich kann mich noch erinnern, dass zumindest 1998 (da bin ich erst hierher gezogen) noch Kampfflugzeuge im Freien herumstanden.

Apropos Verein: Neulich standen wir bei Selbelang neben einem Feldweg und haben beobachtet, als ein Jäger vorbeikam und uns verscheuchen wollte. Angeblich würden wir die "Jagdruhe" stören. Wir wollten uns nicht vertreiben lassen und dann hat er noch mit der Polizei gedroht, ist aber schließlich doch abgezogen. Kann vielleicht jemand etwas dazu sagen, ob es tatsächlich verboten ist bzw. werden kann, nachts auf dem Acker zu stehen, weil man damit Jäger stören könnte?!? Ich halte das ja für ziemlich absurd, aber wer weiß... (Das wäre jetzt vielleicht ein neues, eigenes Thema)

Viele Grüße
Oliver
Offline Pipo  
#14 Geschrieben : Sonntag, 1. Oktober 2017 21:58:39(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
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Moin Oliver,

das ist absurd. Es gibt den Begriff der Jagdruhe. Er bezeichnet aber Zeiten oder Tage an denen nicht gejagt wird.

https://jagd-und-fischerei.jimdo.com/jagdruhe/

Hätte er mal die Polizei gerufen. Er wäre bestimmt gefragt worden ob er nicht meine, dass die Polizei nichts besseres zu tun habe.
Ihr seid doch bestimmt öfter da und hattet wohl bisher nie Probleme, oder? Freie Flurstücke darfst du jederzeit betreten. Es sei denn wegen Waldbrand- oder Tollwutgefahr ist das untersagt. Sollte er nochmal auftauchen, fragt ihn mal nach dem entsprechenden Gesetz.....
Bei einem privaten Flurstück oder einem gepachteten Revier sieht das eventuell anders aus. Das muss dann aber auch entsprechend gekennzeichnet sein.

Macht euch einfach selber schlau, ein Anruf beim Forst- oder Ordungsamt sollte genügen, und haltet ihm bei Bedarf dann ein entsprechendes Gesetz unter die Nase.

Nee, nee. Der hatte nur Sorge, dass ihr ihm die Trophäe verscheucht. Lasst euch nicht kirre machen.


Viele Grüße

Pipo


PS: Bundesnaturschutzgesetz, schau mal in den §59
https://www.bfn.de/filea.../monitoring/BNatSchG.PDF
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Offline Oliver Schulz  
#15 Geschrieben : Montag, 2. Oktober 2017 00:41:25(UTC)
Oliver Schulz


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Hallo Pipo,

vielen Dank für die Links. Wenn man § 59 Abs. 1 heranziehen kann, wären wir ja auf der sicheren Seite. Es war auch in der Tat das erste Mal, dass da jemand kam und sich beschwerte. Nach Deinem Link bzgl. "Jagdruhe" bei Jagd und Fischerei frage ich mich gerade, ob er vielleicht dachte, dass WIR jagen. Anders ergibt das doch keinen Sinn. Oder er wollte tatsächlich mal irgendeinen Bergriff in den Ring werfen, der vielleicht einschüchternd wirkt. Ja, da müssen wir uns wirklich mal erkundigen.

Aber um nochmal bei Thema zu bleiben: Vielleicht kann ja doch jemand etwas zur Vergleichbarkeit eine C8+Korrektor und eines C8 EHD sagen?

Viele Grüße
Oliver
Benutzer, die gerade dieses Thema lesen
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