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Offline pescadorTT  
#1 Geschrieben : Montag, 13. Juni 2016 20:40:53(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 651
Wohnort: Bergisches Land
Zitat:
Wissenschaftler haben einen neuen Atlas der Lichtverschmutzung vorgestellt, der eindrucksvoll dokumentiert, wie künstliche Beleuchtung den Nachthimmel weltweit erhellt. Der Atlas erscheint zu einem kritischen Zeitpunkt: Durch die Umstellung auf LED-Lampen könnte sich die Himmelsaufhellung in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln. (13. Juni 2016)


Quelle: http://www.astronews.com...l/2016/06/1606-016.shtml

Wird ja immer besser....
Und dabei gibt es schon längst gut durchdachte Konzepte gegen die vorhandene Lichtverschmutzung. Hoffen wir, dass Vernunft vor Lobbyismus triumphieren wird.

CLEAR SKIES,
Sven
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Offline Hwarang  
#2 Geschrieben : Montag, 11. Juli 2016 21:27:14(UTC)
Hwarang


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 01.09.2012(UTC)
Beiträge: 124
Wohnort: Rietheim- Weilheim
Hallo Sven,

diesen Artikel hab ich auch gelesen, und ich hab echt einen schock bekommen wo es hieß "verdoppeln" in "einigen Jahren".Crying
Wo soll denn das hinführen? Meiner Meinung nach ist es schon längst zu hell. Wenn man nicht gerade im Schwarzwald oder einigen wenigen anderen bevorteiligten Orten wohnt, muss man schon jetzt öfters ne halbe Stunde fahrt und mehr in kauf nehmen. Das eigentlich gravierende an diesem Problem ist ja, dass der "normale Durchschnittsbürger" es als positiv sieht wenn es hell ist und man nichts negatives damit in Verbindung bringt.
Ein Beispiel von mir:
Vor kurzem bin ich in Facebook auf eine Umfrage einer Gemeinde gestoßen, was man denn davon halte das Licht nachts abzustellen. Mann muss sich nur mal die Kommentare durchlesen. Da glaubt fast jeder, dass die Kriminalität ansteigen würde, und viele, vor allem Frauen, fühlen sich dann nicht mehr sicher. Aber das ist ja noch teils verständlich. Wo ich Aufklärungsbedarf sehe ist, dass es viele als "unwichtiges Hippieproblem" sehen. Jemand hat geschrieben, man solle sich doch "den ernsten Problemen widmen" und "nicht am falschen Ende sparen". Manche Bürger sehen sich dann gar "in die Steinzeit zurückversetzt". All das und noch viel mehr liest man da so und merkt eines, die Leute wissen gar nichts von dem Problem und empfinden es als nicht schlimm. So lange das so ist wird es nicht besser. Vernunft hin oder her.. es kann ja auch jeder Leuchten hinstellen wie es ihm/ihr passt. Was wir brauchen ist nicht nur die Technik, sondern auch konkrete Politik die das Problem ernst nimmt und Aufklärung, Aufklärung und noch mehr Aufklärung. Es gibt Gemeinden, da hat man es probiert, das Licht teilweise in ruhigen Straßen abzustellen. Was war? Die Bürger wollten wieder ihre Zivilisation wieder.
Ich habe übrigens bloß par km entfert einen 21,2 mag auf dem SQM Himmel mit schöner Milchstraße. Aber desöfteren denk ich, wird das noch in 50 Jahren in Deutschland überhaupt noch möglich sein?Glare

PS: Wir Hobbyastronomen können allerdings etwas, wenn auch wenig, tun. Es gibt sogar vorgefertigte Schreiben an Gemeinden (Aufklärung zur sinnvollen Beleuchtung), die man abändern und verschicken kann. Man muss überhaupt erst einmal zeigen, dass es sinnvoll ist und nicht eben jedem egal.

In diesem Sinne
CS
Gregor
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Offline Hoschie  
#3 Geschrieben : Dienstag, 12. Juli 2016 19:46:30(UTC)
Hoschie


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 01.05.2015(UTC)
Beiträge: 168
Wohnort: Wetzlar
Das Problem ist, dass es nicht als Problem angesehen wird. Weder von den Leuten noch von der Politik oder gar der Wirtschaft. Es gibt ja noch ganz andere Probleme, und auch die werden gerne ignoriert (Anspielung auf den anthropogenen Treibhauseffekt und die allzu gerne nachgeplapperten "Argumente" der Erdöllobby).
Aber man kann auch sagen, dass seitens der Interessenverbände auch oft keine sehr überzeugenden Argumente geliefert werden. OK, man sieht in den Städten kaum noch Sterne, und OK, ohne die Sterne hätte es keine Kalender gegeben - oder zumindest Andere - und als Folge wäre der Mensch vielleicht nie sesshaft geworden. Keine nautische Navigation, keine heiligen drei Könige, et zehtera. Sich um gefährdete Populationen von Molchen im Dorfbach zu sorgen gehört heutzutage zum verpönten Gutmenschentum. Und dass Einbrüche zumeist im Hellen erfolgen überzeugt irgendwie auch Niemanden so recht. Schon garnicht die Nachbarn mit der ganzjährlichen Weihnachtsbeleuchtung auf der Terrasse.

Man sollte die Argumente also sorgfältig sammeln und formulieren, bevor man sich an die Gemeinde o.Ä. wendet! Deshalb finde ich es gut, dass das Thema zur Zeit etwas in den Fokus rückt! Danke für den Beitrag!

CS Horst

Edit: Link zur Veröffentlichung

Bearbeitet vom Benutzer Dienstag, 12. Juli 2016 20:05:11(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

Viele Grüße,
Horst

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Offline pescadorTT  
#4 Geschrieben : Mittwoch, 13. Juli 2016 09:45:16(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 651
Wohnort: Bergisches Land
Hallo Gregor, hallo Horst,

ich kann Euch beiden da nur zustimmen. Gehe davon aus, dass es wiedermals erst "Kurz nach Zwölf" sein muss, damit die Menschheit das versteht, was sie verursacht und was daraus resultiert. Beispiele für das Unvermögen gibt es ja reichlich: Atomkraft, Klimawandel, Ozonloch....

In diesem Sinne.

Beste Grüße,
Sven
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Offline Hwarang  
#5 Geschrieben : Freitag, 15. Juli 2016 22:42:58(UTC)
Hwarang


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 01.09.2012(UTC)
Beiträge: 124
Wohnort: Rietheim- Weilheim
Hallo Horst, Hallo Sven,

es ist sehr wichtig dass dieses Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, wenn man da jemals eine (hoffentlich Positive) Veränderung haben will. Denn wenn es niemand weiß und niemand als Problem sieht wird auch nichts passieren.
Licht ist auch in Deutschland als Emmission geführt, somit sollte es rein Gesetzlich möglich sein dagegen vorzugehen. Es wird nur eben nicht ernst genommen. Was mich persöhlich stört ist aber nicht das beleuchten von Straßen, wenn auch man da natürlich viel verbessern kann, sondern dass jeder alles so beleuchtet wie er es für nötig hält ohne Obergrenzen. Es gibt 500 Seelen Dörfer die ihre Kirche beleuchten. Und zwar nicht mal richtig ausgerichtet sondern 50% daneben in den Himmel.
Argumente sollten gut überlegt sein, da stimme ich zu, aber eigentlich müsste ja bereits das Argument der Energieverschwendung ja schon ziehen, müsste man jedenfalls meinen. Auf jeden Fall wissen schon viele gar nicht mehr was ihnen entgeht, vor allem die Generation unter 30. Erinnere mich an eine Aussage von einem Freund, der mal sagte, "Am Himmel gibts doch eh nur die par Punkte, mehr ist da doch nicht". Da musste ich ihn natürlich aufklären Flapper

PS: Weiß ich, weil ich selbst erst 28 binLOL

Viele Grüße
CS
Gregor
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Offline seemichel  
#6 Geschrieben : Sonntag, 17. Juli 2016 15:28:44(UTC)
seemichel


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 09.02.2009(UTC)
Beiträge: 1,466
Wohnort: 26446Horsten-Friedeburg
Moin Moin liebe Leute...

ja,das ist schon ein mittlerweile sehr lästiges ding die LV.

2013 gabs mal ne Petition an den Bndestag...

was daraus wurde weis niemand...

http://www.br.de/themen/...utzung-lichtsmog100.html

http://www.lichtverschmutzung.de/

http://www.vds-astro.de/...-lichtverschmutzung.html

viele beschäftigt es aber seit jahren ist ruhe im karton!

Schade..

aber was würde helfen ???
'Ne Dachlatte in die hand nehmen und zur nächsten Disco, und solch einen Beamer "reparieren" ???

last Euch was einfallen für Klare Himmel

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„Ich begreife nicht, wie jemand nachts nach draussen gehen, zum Himmel hochblicken und Nicht den Wunsch haben kann, Astronom zu werden!“
Donald „Don“ Schneider
Offline pescadorTT  
#7 Geschrieben : Dienstag, 2. August 2016 20:38:21(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 651
Wohnort: Bergisches Land
Moin Seemichel,

ja da hast Du Recht: "lasst euch was einfallen...."
Hatte selbst schon mit dem Gedanken gespielt, mit dem Thema eine Semesterarbeit für meine Studenten zu initiieren, aber daraus ist bisher leider noch nichts geworden. Vielleicht in ein paar Semestern.

Da muss global dann eh die Politik durchgreifen. Die richtige Technik ist vorhanden, aber zu viel Lobby-Einfluss steht da halt wie immer, im Weg....

Beste Grüße,
Sven





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Offline leozwo  
#8 Geschrieben : Mittwoch, 3. August 2016 18:39:32(UTC)
leozwo


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Beiträge: 37
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Hallo,

wir tun uns einfach zusammen, kaufen ein genügend großes Stück Wüste und haben einen idealen Beobachtungsplatz :)

LG

Thorsten
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Offline pescadorTT  
#9 Geschrieben : Mittwoch, 3. August 2016 20:45:52(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 651
Wohnort: Bergisches Land
Hallo Thorsten,

wenn es mit Klimawandel & Co. so weiter geht, haben wir bald überall Wüsten.
Also ran an Kohle, Öl, Atom, FCKW, etc.... Wink

In diesem Sinne....

Sven
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Offline Hoschie  
#10 Geschrieben : Samstag, 6. August 2016 10:02:47(UTC)
Hoschie


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
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Beiträge: 168
Wohnort: Wetzlar
Hallo Sven,

wenn wir bald überall Wüsten haben, wird sich das Problem mit der Lichtverschmutzung wohl ebenso bald von selbst lösen! Unsure Crying Scared

Reinhaun,
Horst
Viele Grüße,
Horst

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Offline pescadorTT  
#11 Geschrieben : Samstag, 6. August 2016 19:44:24(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
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Beiträge: 651
Wohnort: Bergisches Land
Abend Horst,

stimmt, da hast Du Recht. Dann machen wir doch am besten einfach so weiter wie bisher....
Für manch einen Politiker / Industriellen ist das eh alles nur heiße Luft.

Ballon

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