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Offline Starchaser  
#1 Geschrieben : Dienstag, 7. April 2020 17:31:57(UTC)
Starchaser

Rang: Neues Mitglied
Mitglied seit: 07.04.2020(UTC)
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

mich interessiert das Universum schon ganz lange, aber erst jetzt so langsam komme ich dazu, mich mehr darum zu kümmern.

Kurz ein paar Worte zu meiner bestehenden Ausrüstung und bisher gemachten Erfahrungen und danach kommt, wo ich von dort aus hin möchte, und was ich gerne mal ausprobieren würde.

1. DSLR: Ich bin stolzer Besitzer einer Nikon D850. Damit habe ich auf jeden Fall vom Sensor her schon mal eine super Ausgangsbasis. Dazu auch ein Sigma Telezoom mit 600 mm Brennweite am langen Ende.
Damit habe ich bereits ein paar ganz nette Aufnahmen vom Vollmond gemacht, aber ich sollte vielleicht zusätzlich stacken. - Da fehlt mir noch ein wenig die Erfahrung und auf jeden Fall eine Nachführung, die mit der schweren Kamera und dem Objektiv (beides Zusammen wiegt locker an die 4 Kilo) klar kommt. - Was ich bisher so gesehen habe, ist wohl eher für kleinere Kameras und kleinere Objektive gedacht. - Die "Einsteiger"-Montagen, die einen niedrigen Anschaffungspreis haben, bekommen ja schon bald Probleme nur mit dem Gewicht der Kamera alleine.
Hier würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Rat für eine bezahlbare aber gleichzeitig auch brauchbare Montage & Nachführung geben könntet.
Ich weiß, das ist schwierig und schließt sich anscheinend gegenseitig aus.Crying

Ein bisschen "Deep Sky" und einen Kometenschauer habe ich auch schon aufgenommen. Selbst meine Frau hatte ein paar brauchbare Bilder mit ihrer Kamera, bevor ihr Akku leer war.

2. Ich habe mir vor ein paar Tagen aus dem Internet eine "Mikroskop-Kamera" für knapp unter 150 Euro besorgt. BigGrin - Made in China. - Hat angeblich immerhin stolze 37 Megapixel! Blink - Für das Geld ist erstaunlich viel im Lieferumfang enthalten. Netzteil, Fernbedienung, USB-Kabel, HDMI-Kabel, zwei (Ich nenne das jetzt mal so) Okularadapter, ein Okularaufsatz (x0,5). Der Sensor ist entweder 1/1,7" oder 1/1,8" und hat damit einen ganz ordentlichen "Cropfaktor" gegenüber dem Vollformatsensor meiner Nikon. - Da habe ich jetzt ein paar Ideen, was ich damit gerne anstellen würde: Einmal vielleicht über einen Adapter (Eigenbau?!) an das 600er Sigma hängen. - Mit einem Crop-Faktor von ungefähr 4,8 komme ich auf ein Brennweitenäquivalent von 2880 mm. - Das wäre ganz ordentlich. - Zusammen mit 37 MP, denke ich, geht da was. - Das Coole an der Sache ist, dass die mitgelieferte Software bereits von sich aus eine Menge Features besitzt, die hier hilfreich sein könnte. - Wie zum Beispiel ein eingebautes (konfigurierbares) Stacking, Schwarz-/Dunkelbild-Aufnahmen zur Farbsynchronisation und einiges mehr. - Allerdings... - Mit dieser hypothetischen Brennweite brauche ich dringend eine Nachführung. Auch hier würde ich mich freuen, wenn jemand hier vielleicht schon Erfahrungen gesammelt hat und sie mir mitteilen könnte. - Auf jeden Fall finde ich, sind 150 Euro für einen 37 MP-Sensor ein echtes Schnäppchen, wenn es klappt. - Weil: Ob ich jetzt mit dem Sensor auf ein Mikroskop-Bild fokussiere oder auf ein interstellares Objekt, sollte keinen Unterschied machen. Fokus ist Fokus. - Ein großer Vorteil dieser "Mikroskop-Kamera" ist das geringe Gewicht. - 143 Gramm (Ohne Objektivdeckel) anstatt knapp 1 Kilo bei der DSLR. - Dieses Baby kann ich eventuell auch mit einer preislich günstigen Montage und Nachführung betreiben. - Da wird das Objektiv zum Hauptgewicht (2,1 Kilo).
Spannend ist auch hier: Wie bekomme ich die Kamera an das Objektiv? - Hat jemand da eine Idee? Gibt es da vielleicht bereits fertige Adapter?

3. Ich besitze ein billiges 08/15 Teleskop. Hat mich mal um 100 Euro gekostet, glaube ich. - Hat ebenfalls 600 mm Brennweite, KEINEN Spiegel, eine Umkehrlinse 1,5x, 2 Okulare (4 und 20 mm) , Zenitprisma, und ein Sucherfernrohr mit Fadenkreuz, 5 x 20 mm. Das ganze noch auf einem dürren Alugestell... - Eigentlich nur als Spielzeug zu gebrauchen, oder? - Eine Idee war, da vielleicht die Mikroskop-Kamera mal dran auszuprobieren... Okular raus, Mikroskop-Adapter drauf... - Ich weiss nicht, ob das von den Durchmessern her passt. - Was haltet ihr von der Idee?

4. Gaaaanz langfristig und in ferner Zukunft dachte ich, könnte ich mir vielleicht ein Dobson selbst bauen. - Würde ich dann bei mir im Garten oder hinter dem Haus aufstellen. - Leider sind beide Orte nicht ideal für Sternbeobachtung, da zu viel Streulicht drum herum. - Aber wenn ich das auf einen Bollerwagen laden würde und ein paar hundert Meter laufe, sieht die Welt schon ganz anders aus. - Fast vollständig unbebautes Land, und der Ort wo ich wohne, wird durch die aufgeschüttete Bundesstraße und Baumreihen weitgehend "abgeschirmt". - Da könnte es ganz nett sein.
Für das Dobson habe ich auch schon einige Ideen. - Ich denke, ich könnte, mit wenig Aufwand und schnellen, einfachen und leichten (und bezahlbaren) Material auf eine Distanz zwischen den Spiegeln von um 430 cm - also 4300 mm - kommen. Wäre das dann eine Brennweite von 8600 mm ? (Rechne ich da richtig?) - Da kann ich den kleinen grünen Männchen dann auf dem Mond beim Nase bohren zuschauen.- So der Plan. ;-) --- Wenn dann noch mein Mikropskop-Sensor funktionieren würde, käme ich auf ein Äquivalent von 41280 mm (Faktor 4,8), also lockere 41 m... *Hust*. - Ich bin mir ziemlich sicher, dass das vollkommen illusorisch ist, aber wo sind hier die Grenzen des Machbaren? - Wahrscheinlich muss ich wie ein Weltmeister stacken und das alles geht nur bei Neumond und absoluter Windstille, und einer halben Stunde Belichtungszeit pro Bild, und und... - Wahrscheinlich braucht man dafür einen Monster-Spiegel, sonst wird's zu dunkel. - Und der wird wieder Monster-Schwer... Und wie führt man sowas nach? - Und ich komme wahrscheinlich in Bereiche, von denen ich nicht (noch) die geringste Ahnung habe, was es da zu beachten gilt. - Gibt es hier auch noch Leute, die ähnlich verrückte Idee haben und damit vielleicht sogar schon Erfolg?

Bin sehr gespannt auf das Echo von euch!

Beste Grüße,
Herbert

Bearbeitet vom Benutzer Dienstag, 7. April 2020 17:35:05(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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Offline mwalbiner  
#2 Geschrieben : Donnerstag, 9. April 2020 13:38:16(UTC)
mwalbiner


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 16.10.2014(UTC)
Beiträge: 237
Wohnort: 86381 Krumbach
Hallo Herbert,

zunächst einmal herzlich willkommen im ATDS!

Zu nächst würde ich mal sagen langsam mit der Pferden. Möchtest Du zunächst mal beobachten oder
fotografieren? Bei der Beobachtung solltest Du auf eine große Öffnung und eine gute Montierung achten,
das zahlt sich auch beim fotografieren aus. Bewährt haben sich Newton Spiegelteleskope, die gibt's
in mehreren Größen, 8 zoll sind da schon recht gut. Montierungen wie Dobson sind stabil und günstig.

Zum Fotografieren hast Du schon eine recht gute Kamera, da kann man lichtstarke Objektive nehmen
aber es sollten keine Zoom sein, die nehmen Licht weg. Aber da sollte dann nachgeführt werden, z.B.
eine EQ3, 4, 5 oder 6 je nach Größe oder eine mechanische wie Barndoor oder auch MiniTrack für
kleinere Objektive und Kamera. Nach oben sind da keine Grenzen gesetzt auch für den Geldbeutel.

Eine gute Sternkarte macht die Sache dann noch komplett.
Hoffe Dir ein paar Anregungen gegeben zu haben.

Beste Grüße

Manfred
Offline Pipo  
#3 Geschrieben : Donnerstag, 9. April 2020 14:58:42(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 28.04.2010(UTC)
Beiträge: 1,245
Wohnort: Berlin
Moin Herbert,

zur Fotografie halte ich mich zurück, da kenne ich mich nicht aus. Aber was den Dobson angeht ….. wie kommst du denn auf diese Größen? Ein Newton hat immer ungefähr die Länge seiner Brennweite. Schau mal auf eine Seite eines großem Fachhändlers und sieh dir an, was da so als größtes angeboten wird… dann weiß du schon ungefähr, wo die sinnvollen Grenzen liegen. Und da liegst du mit deinen Werten jenseits von gut und böse.
4 m Brennweite ! Das baut auch bei den ATM-Auguren praktisch keiner und das aus gutem Grund. Wie weit steht es mit deiner Grundlagenkenntnis was Teleskopoptiken angeht?

Schau dir mal die Seite von Stathis Kafalis an. Der baut seit Jahrzehnten Dobsons, hat sich von ganz klein bis nach ganz groß durchgearbeitet, mehr geballte Erfahrung auf einer Webseite kenne ich nicht. Man kann prima den Werdegang seiner Geräte verfolgen und erahnen, wie viel Zeit und Mühe darin steckt...
...und dann nochmal tief Luft holen und die eigenen Pläne neu überdenken.

http://www.stathis-firstlight.de/index.htm

Viele Grüße
Pipo
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
-------------------------------------------------------------
Newtons in der Dose - 12" f5 - 6" f8 - 3" f9 und 4,5" f8 Schienendob
4" Mak , 90/900 FH, FG 10x50
Erfle 42 mm, HR 25 und 8, Plössl 20 und 12,5, WA 15 und Ortho 6
Offline woddy  
#4 Geschrieben : Freitag, 10. April 2020 07:25:14(UTC)
woddy


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 07.02.2009(UTC)
Beiträge: 2,704
Wohnort: Iserlohn
Hallo Herbert
So.. Da hast du ja einige Flausen im Kopf LOL.
Als erste gleich mal vorn Weg.... es gibt keine Kometen Schauer, das war sicherlich ein Meteoritenschauer. Wink
Nun aber zum Thema.
Deine Nikon und das das 600er Zoom sind schon ok.
Ich gehe davon aus das du auch noch andere Objektive, am besten Festberenweite hast.
Die sind alle erst mal brauchbar.
Brennweite ist nämlich nicht alles, und viel hilft auch nicht viel.
Für die meisten Astronomen ist fotografisch im Deep Sky Bereich bei ca 2000mm Brennweite Schluß.
Mehr macht aus verschiedenen Gründen keinen Sinn.
Als da währen... Das Seeing, es nimmt bei zunehmender Brennweite auch zu da man es durch die e stehende Vergrößerung ebenfalls vergrößert.
Zweitens die Nachführgenauigkeit, mit zunehmender Brennweite steigen die Anforderungen eine seeehr genaue Nachführung zu besitzen damit Sterne auf dem Bild noch rund ausschauen.
Drittens die Montierung, auch hier steigen die Anforderungen mit der Brennweite.
Eine gute Astrofotos tägliche Montierung hat ihren Preis.
.... und viertens das liebe Geld... Astrofotografie ist ein Geldgrab, und das geht schon bei kurzen Brennweiten los.
Es kommt aber auch auf die Ansprüche an.
So... Zu deiner Mikroskopkamera...
Um es kurz zu machen... 150€ für die Tonne.
Vielleicht..... Schaffst du es ein Bildchen vom Mond zu machen... Das wars dann aber auch.
Die Qualität des Chips reicht einfach nicht aus.
Das kleinste sinnvolle an Kamera wäre eine ASI120 oder eine Alccd5 usw.
Da gibt es dann auch entsprechende Adapter und die Bildqualität ist recht gut.
Dann das Thema Selbstbau.
Ich bin ein großer Freund des selber machend, aber mal eben einen Teleskop Spiegel machen LOL... joo is klar.
2 veregnete Wochenenden und das Teil ist einsatzbereit...
So ein Spiegel ist ein hoch präzises Teil mit Genauigkeit im 1/10000mm Bereich... und das gilt auch für nicht ganz perfekte Spiegel.
Das Spiegels schleifen ist eine sehr komplexe Sache. Ich habe schon einige hergestellt.
So....
Jetzt mal zu den Möglichkeiten.
Das günstigste für die ist sicherlich eine Montierung wie die Star Adventure.
Die kostet komplett knapp 400€ und würde deine Nikon mit dem 600er so gerade schaffen.
Was aber nicht bedeutet das da brauchbare Bilder entstehen. Bei 600er Brennweite muss die Monti arschgenau ausgerichtet sein und die Belichtungszeit nicht über 30s liegen.
Wenn du mehr möchtest dann geht's ans Geld.
So ab 700€ geht da schon einigen. Ich persönlich finde die Montierung en von iOptron sehr gut. Die verbreiteten sind wohl die EQ5 und EQ6 von Skywatcher.
Na ja und wenn man dann seine Bilder hat geht dann noch ans verarbeiten.
Das ist aber wieder eine andere große Welt.
Mein Tipp...
Fang klein an wenn du noch nicht genau sagen kannst ob du länger am Ball bleibst.
Wenn du aber Blut gefleckt hast und sagen kannst ja da habe ich lange Vergnügen dran,
Kauf dir sofort gute Sachen damit du Geld nur 1x ausgibt. Dies gilt in erster Linie für die Montierung.
So das wars erst mal von mir...
MfG
Andreas

Bearbeitet vom Benutzer Freitag, 10. April 2020 07:30:02(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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