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Offline Bertao  
#1 Geschrieben : Wednesday, February 5, 2020 5:25:43 PM(UTC)
Bertao

Rang: Neues Mitglied
Mitglied seit: 8/14/2008(UTC)
Beiträge: 5
Hallo Leute!

Ich war eigentlich vor über 10 Jahren schon soweit, mir ein Teleskop zuzulegen - aber dann kamen Frau, Kinder, Hausbau, … dazwischen (wie das halt so ist).

Als ich kürzlich mal Kleinanzeigen (wegen was anderem) durchgesehen hab, ist mir ein schickes Revue 114/1000 entgegen gesprungen, und ich hab's kurzerhand um stolze 40,-- gekauft (wohlwissend, dass es nur Deko ist).

Jetzt hat mich aber das Astrofieber wieder dermaßen gepackt, dass ich mir ernsthaft überlege ein ordentliches Teleskop zu besorgen.
Nachdem ich ein bisschen Grundlagenstudium und Marktrecherche betrieben habe, tendierte ich anfangs zum Explore Scientific 10" f5 und aktuell eher zum GSO 8" f6 Deluxe (u.a. wegen Preis und Zubehör).

Ich wohne in einer Siedlung ca. 20km von der nächstgelegenen Stadt, wo auch überwiegend - im Garten vor unserem Haus - der Beobachtungsstandort sein wird. Durch Straßenbeleuchtung und ähnliches in unmittelbarer Nähe, ist der Himmel wohl nicht optimal, aber dennoch interessiere ich mich bevorzugt für Deep Sky. Mich reizt aber weniger das auffinden besonders schwieriger Objekte (zumindest noch nicht), eher der Spaziergang und das Entdecken.

Ich wäre sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könnt, das richtige Teleskop samt Zubehör zu finden. Mein Budget ist natürlich begrenzt, aber mir ist auch wichtig, dass das Geld sinnvoll investiert ist.

Aktuell würde ich also zum oben erwähnten GSO tendieren, da ich glaube, dass eine größere Öffnung bei der geg. Lichtverschmutzung keinen Mehrwert bringt. 2 Okulare (2" 30mm Übersichtsokular, 9mm Super Plössl) sind im Lieferumfang und der Preis ist m.E. passabel. Ich bin aber grundsätzlich für alles offen.

Schönen Gruß
Martin
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Offline Pipo  
#2 Geschrieben : Thursday, February 6, 2020 9:13:31 AM(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 4/28/2010(UTC)
Beiträge: 1,235
Wohnort: Berlin
Moin Martin,

40 Euro für einen 4,5“ f8 würde ich mal als gutes Geschäft bezeichnen. Das Röhrchen, sauber als Dobson montiert, hat richtig Potential. Behalte es auf jeden Fall.

Aber nun willst du aufrüsten und zum 8“ f6 gibt es nicht mehr viel neues zu schreiben. Es wird nicht umsonst immer und überall gerne als Einsteigerteleskop empfohlen. Sofern man sich für einen Dobson entschieden hat und die Quersumme aus allen Vor- und Nachteilen zieht, landet man fast unweigerlich beim 8“ f6.

Mehr als ausreichende Öffnung für alle Beaobachtungsaufgaben, gut transportabel, nicht zu schwer, preislich im Rahmen und mit einem Öffnungsverhältnis von f6 in Bezug auf Okularwahl und Justage unproblematisch. Das 10“ f5 bietet nicht signifikant mehr Öffnung, kommt aber schon mit den Eigenheiten eines f5 daher und ist damit gewöhnungsbedürftig. Höheren Preis und Gewicht mal ganz außen vor gelassen.

Nein, bleibe beim 8-Zöller. Welches Produkt, dir am ehesten zusagt, musst du dann selbst entscheiden. Bei den Okularen solltest du zwischen das 30er und das 9er noch was zwischen legen, so um die 15 mm Brennweite. Wenn es günstig sein soll (was ich für den Einstieg auf jeden Fall empfehlen würde), dann schau dir mal die WA mit 66° und das Planetary mit 58° scheinbarem Gesichtsfeld an. Dieses Okular wirst du wahrscheinlich am häufigsten nutzen und da darf es schon etwas mehr Feld als bei einem Plössl sein. Ein Plössl tut es natürlich auch, wenn der Geldbeutel nicht tief genug für die anderen ist. Ich selbst bin großer Plössl-Fan.

Ansonsten solltest du über einen Leuchtpunktsucher nachdenken (es gibt auch Telrad und ähnliches, komfortabler, aber deutlich teurer) und eine Justierhilfe.
Bei der Justierhilfe rate ich dir, das Geld für einen Laser zu sparen. Den brauchst du wirklich nicht. Lege 5 Euronen für eine Justierkappe an, die reicht bei f6 für visuelle Anwendungen völlig aus am Anfang.
Ich habe jahrelang nur mit dieser Kappe justiert, mir dann ein Cheshire zugelegt und festgestellt, dass ich mit der kleinen Kappe schon sehr sehr gut gelegen habe. Man muss bei einem f6 auch nicht ständig nachjustieren. Meinen 6“ f8 habe ich praktisch nie anpassen müssen und auch der 12“ f5 hält die Justage sehr gut. Für Fotografen sieht die Sache anders aus, aber rein visuell ist ein f6 kein Problem. Da wird nach meiner Meinung gerne eine hohe Leiter an den Apfelbaum gelegt, wo man eigentlich nur den Arm ausstrecken müsste. Und dass dir die Händler gerne einen Laser verkaufen wollen, ist auch klar. Hol dir dafür lieber ein schönes Okular, da hast du wesentlich mehr von!
Bei Bedarf schicke ich dir gerne meinen Lieblingslink zu diesem Thema.


Viele Grüße

Pipo

PS:
Ich vergaß: wenn es nicht pressiert, beobachte den Gebrauchtmarkt. Gerne auch mal bei Ebay-Kleinanzeigen gucken. Vielleicht wird in der Nähe etwas angeboten. Meine Teleskope habe ich alle (bis auf ein Geschenk zum halben Jahrhundert) gebraucht für teilweise unglaubliche Preise erstanden. Meine 4 Dobsons zusammen haben mich weniger gekostet, als ich für einen niegelnagelneuen 8-Zöller hätte berappen müsste.
Auch meine Okulare sind alle gebraucht bzw. als Sonderposten gekauft worden.

Bearbeitet vom Benutzer Thursday, February 6, 2020 9:38:15 AM(UTC)  | Grund: Nachtrag

Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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Newtons in der Dose - 12" f5 - 6" f8 - 3" f9 und 4,5" f8 Schienendob
4" Mak , 90/900 FH, FG 10x50
Erfle 42 mm, HR 25 und 8, Plössl 20 und 12,5, WA 15 und Ortho 6
Offline Bertao  
#3 Geschrieben : Thursday, February 6, 2020 11:08:37 AM(UTC)
Bertao

Rang: Neues Mitglied
Mitglied seit: 8/14/2008(UTC)
Beiträge: 5
Mal sehen wie es mit dem 4,5"er wird. Hab gelesen, dass die Katadiopter (aus dem Kaufhaus ) richtig schlecht sein sollen. Es ist leider auch nicht justierbar, was ich bis jetzt weiß. Habe mir jetzt jedenfalls einen Adapter für 1 1/4" Okulare und letztere mit einer sinnvollen Brennweite besorgt. Leider hatte ich aber noch keine Gelegenheit das Teil mal am Sternenhimmel zu testen - nur den Mond hatte ich gestern kurz vorm Spiegel. Das Stativ ist aus Holz und natürlich Schrott. Ein Dobsonumbau ist eine gute Idee - Tischlerei ist eh auch ein schönes Hobby Wink

Am Gebrauchtmarkt ist hier aktuell leider nichts interessantes zu finden. Ich bin da auch immer vorsichtig, weil ich da zu wenig Erfahrung habe und mögliche Mängel wohl nicht erkennen würde.

Ein 8" f6 wird es ziemlich sicher werden, wenn mir nicht demnächst ein anderweitiges unschlagbares Angebot über den Weg läuft.

Zu den Details hätte ich noch Fragen:
- Soll es unbedingt ein Crayford Auszug sein? Und sollte der auch eine 1:10 Übersetzung haben?
- Spiegelmaterial BK7 ok oder soll es unbedingt Pyrex (oder was anderes) sein?
- Besser Volltubus oder Gitterrohr, oder egal?
- Sollte man bei der Hohenachse auf große Höhenräder achten od. funktionieren die einfachen Wellen auch gut.

Der Tipp mit der Justierhilfe trifft genau meinen Geschmack. Günstig und gut. Über deinen Lieblingslink würde ich mich freuen.

Die WA Okulare mit 66° reichen mir vorerst bestimmt. Ich habe am 4,5" nur Huygens, Kellner o.ä..


Danke u. liebe Grüße
Martin

Offline Pipo  
#4 Geschrieben : Thursday, February 6, 2020 12:40:53 PM(UTC)
Pipo


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 4/28/2010(UTC)
Beiträge: 1,235
Wohnort: Berlin
Moin Martin,

natürlich! 114/1000, ein Katadiopter. Hätte mir auffallen müssen, ich dachte an den 114/900 Newton. Tut mir leid, das Teil ist wahrscheinlich wirklich nicht so der Brüller, aber man weiß ja nie. Vielleicht hast du einen Ausreißer nach oben erwischt. Guck mal, was der so optisch bringt und einen einfachen, schnellen, billigen Dobsonumbau kann man sich schon mal geben. Beobachten kannn man damit auf jeden Fall. Und der 8“ ist schließlich schon in Planung.

Zu deinen Fragen:

Der Crayford ist an den Volltuben ein Klassiker, ich weiß nicht ob in der angedachten Preisklasse standardmäßig was anderes angeboten wird. Meine beiden Crayfords haben kein 1:10. Aber ganz ehrlich, wenn es an die hohen Vergrößerungen geht, hätte ich das schon gerne…Ansonsten ist der Crayford (in 2“ natürlich) klasse, belass es dabei.

Das Spiegelmaterial hat mich noch nie interessiert, da kann ich nicht viel zu sagen. Der Hauptunterschied ist wohl die thermische Ausdehnung. Bei einem gut temperierten 8“ ist das aber kein Thema.

Bei 8“ immer den Volltubus nehmen. Vor allem, wenn du vorzugsweise im Garten beobachten willst. Gitterrohr ist eigentlich nur interessant wenn viel transportiert werden soll.

Die neuen Skywatcher Höhenlager kenne ich nicht. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass die GSO-Lager (ja, auch das viel gescholtene Horizontallager mit den Nadeln) sehr gut funktioniert. Ich habe meinen 12“ auch bei knapp 400facher Vergrößerung mit einem Ortho drin (50° Gesichtsfeld) problemlos nachführen können.

Viele Grüße
Pipo


Zur Justage:

hier: http://reinervogel.net/

Links auf „Dobsons bauen“ klicken und dann oben rechts auf „Justage“
Man darf ruhig dumm sein. Man muss sich nur zu helfen wissen.
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