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Offline seemichel  
#1 Geschrieben : Donnerstag, 29. Dezember 2016 05:18:42(UTC)
seemichel


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 09.02.2009(UTC)
Beiträge: 1,466
Wohnort: 26446Horsten-Friedeburg
Moin Moin liebe Leute…

So, Ihr habt mich ja nun schon soweit auf meinem Spaziergang zu den Griechischen Sternen begleitet, seid mit mir in das sehr empfehlenswerte Geo-Astronomische Museum des NOA auf den Hügeln der Nymphen gekommen…..

AdminEdit: Sorry, Michel...Ich hatte da was falsch verstanden! Ich muss doch einkürzen und auf die Bremse treten, denn ich dachte du hast das Einverständnis die Bilder zu benutzen eingeholt. Daher einige Fotos doch wg. © entfernt


Hier noch einen Link;
www.noa.gr/museum/english/collection_en.html
der Euch zeigt, was dort so ungefähr alles zu begucken ist !

……und wir haben uns das dort beheimatete „SINAs“-Teleskop (ein Fraunhofer Refraktor mit 162mm Objektiv und 2,5m Fokus ) einmal angesehen.

Nun wurde ich ja zu meiner Freude von dem Jung-Astrophysiker Dimitrios Tsimpidas

Bild Nummer

© by A. Philippides

eingeladen mir das Teleskop des Herrn Doridis,er hängt da gerade am Teleskop ( das in der Silberkuppel) einmal näher anzusehen.

Bild Nummer


Mal nebenbei..: Das Teleskop steht in einem aus gelben Marmor (von der Insel Aegina) gemauertem Rundbau; und hat obendrauf eine Kuppel mit 8meter Durchmesser. 1899/1902 wurde das Gerät von dem Französischen Konstrukteur P.F. Gautier gebaut. Und bezahlt sprich gekauft wurde es mit Drachmen der Stiftung des Griechen Dimitrios Doridis.

Bild Nummer


An bestimmten Wochentagen ist das Observatorium der Öffentlichkeit zugänglich; für einen Obolus von 5 Euronen darf man hinein und sich etwas erzählen lassen.
Für die Führung und die Erklärungen ist der Herr Aris Milonas zuständig, ein alter Marinemann der dort als, hier würde man Ehrenamtlich sagen arbeitet.

Bild Nummer

(© by A.Milonas)
Hier mit seinem 16er Dobson

So, jetzt aber…
Der Parkplatz vorm NOA ist ja noch spärlich Beleuchtet; aber ab der Steintreppe
(die kennt Ihr ja schon aus dem vorher gegangenen Bericht – Bild 09 )
geht’s im dunkeln den Nymphenhügel rauf; etwas mühsam ists schon sich da in der Nacht den Schotterweg (Bericht 3 – Bild 10) hochzuarbeiten.

Sorry, Michel...Bild doch wg. © entfernt
© by ekathimerini.com

Naja, ich kam etwas zu spät und musste alleine da rauf, sonst hätte ich mich einer kleinen interessierten Besucherschar anschließen können die von dem Herrn Milonas und einer Lampe dorthin hoch geführt wurden.
Es rumorte und rumpelte schon in der Kuppel; mein neuer „AstroFreund“ Dimiti Tsimpidas war schon im Dome und erwartete das Grüppchen und mich. Er hatte die Kuppel schon geöffnet und nach NordWest gedreht.
Kaum war ich die drei/vier Stufen vom „Turm“ hoch und im Observatorium drinnen, da stieß ich schon an die Auslegerfüße eines Beobachtungsstuhles der an der Innenwand rundherum geschoben werden kann..

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Durch das recht Diffuse Licht von zwei 20watt Wandlampen beleuchtet sah ich als erstes den dicken Sockel des Teleskopes.

Bild Nummer


Zwei Abdeckplatten waren wohl irgend wann gegen zwei aus Plexiglas getauscht worden und man konnte das das Innenleben; die blitzelnde und spasternden Kohlestifte der Elektromotore bei der Arbeit beobachten.

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Ach, herrlich, wilde Verkabelungen; man sieht das man bei einem solch alten Teil schon etwas Improvisieren muss.

Herr Milonas hielt den umstehen Besuchern unterdes auf Griechisch einen kleinen Vortrag über das Teleskop.

Ich ging, während die übrigen Besucher weiter dem Hr Milonas lauschten um das Gerät herum und schaute mir das Fernrohr von allen Seiten an und Photographierte was die Batterien hergaben.

Wundert mich eigentlich was das kleine Ding, eine 4,2Mpixel Pocket Digi von Tschibo und sein Blitz so hergab. Die am brauchbarsten habe ich mal rausgesucht.

Astrokumpel Tsimpidas war mit auf der runde und verklickerte mir das der Doridis-Refraktortubus 5meter Länge hat.
Und mit 40cm Objektivdurchmesser bis 1959 das größte Teleskop in Griechenland war,
und das die Linse eine Focal-länge von 5,08 Meter besitzt.
Und bei gutem klaren Himmel wohl 16MAG schaffen würde, jedenfalls damals vor hundert Jahren.
Leider hat er nichts über das Gewicht des Gerätes erzählen können. Wäre ja auch wissenswert gewesen.

Als erstes viel mir persönlich das mordsgroße, auf der Stundenachse sitzende doppelt gezahnte Zahnrad (Verzeihung, aber ich weiß nicht wie ich das sonst sagen sollte)auf.

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Die „grobe“ Zahnung ist zum schnell fahren und die „feine“ für den Nachführbetrieb.
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Sorry, Michel...Bild doch wg. © entfernt
© by athinorama.gr
hier sieht man das Doppel-Zahnrad besser

Interessant zu sehen ist, wie finde auch die Bauweise der Montierung.

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Wirklich ein wuchtiges Teil das schon Eindruck macht!!
Sich aber immer noch geschmeidig bewegen lässt.

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Wie es sich für ein Teleskop in der Nacht gehört reckte es seinen Hals in den eigentlich völlig unbrauchbaren Griechischen Nachthimmel.
Wofür sich der gute Dimitri auch einige mal entschuldigte.
Ich machte ihm klar das das ja nun nicht sein Fehler ist !!
aber so sind die Griechen nun mal...

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Und dann war es endlich soweit, wir interessierten Besucher durften dann auch mal hindurch schauen.

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Die Plejaden waren dran und bei der zweiten Runde war M31 angepeilt.

Bild Nummer


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Schaut Euch mal die innen Verkleidung der Kuppel an, ich finde diese "Fischgrät-Holzarbeit" wirklich schön !
Dat hat wat !!
Haltet mich für verrückt, aber ich empfand mich in diesem alten Ambiente (genauso im Museum)in die Zeit eines Jules Verne zurück versetzt

Wie gesagt, mitten aus Athen heraus ist das „Seherlebnis“ nicht so prall, eigentlich Schade !!
Trotzdem sehen die beiden bekannten und mit eigenem Equipment beobachteten Objekte doch irgendwie anders aus; irgendwie viel mehr Licht!!!
Aber es ist schon ein gutes Gerät und das es über Hundert Jahre alt ist fällt eigentlich nicht auf.

Sorry, Michel...Bild doch wg. © entfernt
© by hasi.gr

Um ca 22:30 war dann die Führung auch zu Ende,
ich wartete bis alle übrigen Besucher gegangen waren und bedankte mich herzlich bei Mitso (spitzname von Dimitrios) und Herrn Milonas
Ich sog noch mal einen tiefen Blick auf das Teleskop in mich rein und wollte gerade gehen;
die beiden hatten ein paar Worte miteinander gewechselt während ich so da stand,
und Herr Milonas frug mich, ob ich wüsste wo der Penteli ist?
Und falls ich am Sonnabend dem 12.12 nichts weiter vor hätte;
dort herzlich gerne vorbei kommen solle!
Dimitri grinste, und meinte so um 20Uhr wäre es ganz gut!
Sorry, Michel...Bild doch wg. © entfernt
© by iefimerida.gr

Etsi! Kalinichta ke ta leme masi
(So! Gute Nacht und wir sehen uns !!)

Kurz vor schnappatmung bedankte ich mich nochmals und dann tappte ich im Dunkeln den weg zurück zum Leihwagen und fuhr mit klopfendem Herzen zurück ins Hotel
Ich hatte vom Mt.Penteli nur mal nebenbei was gehört,
und nun gabs gleich eine Privatführung !!!..

Manometer aber auch...!!!

Richtig einschlafen konnte ich eigentlich nicht, und das abwarten war auch eher so wie als kleiner Burschi vor Weihnachten, die tage bis dahin waren seeeeehr Lang....


Liebe Leute, und diesen fünften und letzten Teil meiner vierteiligen Trilogie werde ich Euch in ein paar Tagen zu Lesen geben.


Und ich muss mich hier mal eben berichtigen… und zwar geht’s um die im Bericht vorher angesprochen Mondkarte; hier zu sei gesagt..:
Die besagte Mondkarte ist von dem Deutschen Julius Schmidt während seiner Zeit (1858 – 84) als dritter Direktor des NOAs angefertigt worden.
Unter zu Hilfenahme das SINAs Teleskops.
Die Karte ist nicht 3x3m groß sondern „nur“ 2x2 Meter und besteht aus 25 Abschnitten, die den gesamten Teil des Mondes darstellen, der von der Erde sichtbar ist und hat über 32.000 Details.


"ta Leme" und viele klare Himmel

Euer Seemichel UserPostedImage
______________________________________________________________________________________________________________________________
„Ich begreife nicht, wie jemand nachts nach draußen gehen, zum Himmel hoch blicken und Nicht den Wunsch haben kann, Astronom zu werden!“
Donald „Don“ Schneider

Bearbeitet vom Moderator Freitag, 30. Dezember 2016 05:11:59(UTC)  | Grund: Nicht angegeben

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Offline Rieger  
#2 Geschrieben : Donnerstag, 29. Dezember 2016 12:33:16(UTC)
Rieger


Rang: Fortgeschrittener Spechtler
Mitglied seit: 12.04.2010(UTC)
Beiträge: 162
Wohnort: Herne
Hallo Michael,

ja, cool, das ich der erste bin, der zur Fortsetzung gratuliert.
Eigentlich für son´ Lulatsch ein recht großes Öffnungsverhältnis mit f:12,5. Meist bastelte man doch damals zwischen f:15 und f:20 (oder gar noch länger).

Und wenn du schon gleich den "cliffhanger" selbst lieferst, bin ich schon auf Penteli gespannt.

Grüße,

Hubertus
Offline pescadorTT  
#3 Geschrieben : Donnerstag, 29. Dezember 2016 16:03:39(UTC)
pescadorTT


Rang: Spechtelprofi
Mitglied seit: 06.02.2012(UTC)
Beiträge: 651
Wohnort: Bergisches Land
Moin Michael,

was ein Trum!
Da geht einem glatt das Herzchen fliegen.
So ein Equipment unter besten Bedingungen, und man dreht sich wie wild nackt im Kreis auf dem Boden :)

In diesem Sinne wünsche ich allen heute Abend einen feinen Spechtelmarathon.

Beste Grüße,
Sven

| 8"/ f4 TS UNC Newton auf Celestron AVX | 12,5"/ f4,7 Christian Busch Spiegel im Dieter Martini Truss |
| ED 70/420 mit Mgen II | Vixen 102 M auf AZ | TAL1 | Revue 60/700 | Revue 60/910 |
Offline Andreas  
#4 Geschrieben : Donnerstag, 29. Dezember 2016 17:42:02(UTC)
Andreas


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 16.04.2009(UTC)
Beiträge: 1,028
Wohnort: Taunus
Wow!!
Auch für die Fortsetzung ein dankeschön.
Gruß und klaren Himmel
Andreas
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