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Offline Bendicoat  
#1 Geschrieben : Montag, 5. Dezember 2011 20:46:02(UTC)
Bendicoat


Rang: Spechtler
Mitglied seit: 09.10.2011(UTC)
Beiträge: 70
Wohnort: Landshut
Hallo Spezialisten!
Wie sind denn eigentlich die Meinungen zu den sog. Doppelrefraktoren.
Können da einige von euch was aus der Praxis erzählen?
Was spricht dafür bzw. was dagegen!
http://www.binoptic.de/
Gruss Raimund
Anzunehmen, die Erde sei der einzig bewohnte Himmelskörper im All, ist so absurd wie der Gedanke, dass auf einem mit Weizen besäten Feld nur ein einziges Saatkorn aufgeht.
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Offline Mootz GMS  
#2 Geschrieben : Dienstag, 6. Dezember 2011 23:19:12(UTC)
Mootz GMS


Rang: Spechtelrentner
Mitglied seit: 19.02.2010(UTC)
Beiträge: 1,963
Wohnort: Dautphetal
Hallo Raimund,

dafür spricht, dass das beidäugige Sehen für uns "normal" ist und wir so unseren Visus am Besten, weil wie gewohnt nutzen.
Du hast also auf jedem Auge die volle Öffnung, das volle Auflösungsvermögen von je 100mm oder 127 mm Öffnung, was halt der einzelne Refraktor bietet.
Wenn du einen Einzelrefraktor mit einem Binoansatz ausstattest, halbierst Du das Licht pro Seite, denn der Strahlenteiler des Ansatzes teilt das ankommende Licht auf. Das ist insbesondere kritisch bei Deepsky Objekten, denn da geht sehr schnell das Licht aus, aber auch am Planeten in Hoch- und Höchstvergrößerung kann das Bild schon Mal recht dunkel werden.
Der Wahrnehmungsgewinn eines Doppelteleskops gegenüber monokularer Beobachtung mit gleicher (Einzel)Öffnung ist erheblich und wird teils überschwenglich gefeiert, ich würder Faktor 1,4 aus ziemlich gesichert ansehen.
Das bedeutet, dass eine Einzelöffnung 1,4 Mal größer sein müsste um bei gleicher optischer Qualität (!!!!) in etwa die gleiche Abbildungsleistung und Detailfülle am Objekt erreichen zu können.

Klar ist also, dass Du mit einem Doppelteleskop von z.B. zwei Mal 100 mm Öffnung nicht die Auflösung eines 200 mm Einzelteleskops gleicher Qualität erzielen kannst.

Gerade Doppelrefraktoren guter Machart glänzen aber durch den entspannten Einblick und das gewohnte Sehen mit zwei Augen, was für viele Nutzer den Ausschlag gibt, einem solchen Fernrohr doch ähnliche oder annähernd gleichwertige Abbildungsleistung zu bescheinigen wie wesentlich größeren Einzelfernrohren. Ohnehin sind das immer Vergleiche von Äpfeln mit Birnen, also eine äußerst problematische Sache. Da kann und muss man wirklich nur raten, selbst hinzuschauen.

Andere Dinge kommen hinzu. so ist z.B. ein solcher Doppelrefraktor ziemlich schwer und teilweise auch klotzig, also kaum noch transportabel, auch an die Montierung werden heftige Ansprüche gestellt, ebenso an die Justierung der Rohre, denn sie müssen ja sehr exakt aufeinander ausgerichtet sein.
Billig sind diese Teile auch nicht gerade und ein größerer Newton oder Dobson kann für weniger Geld deutlich mehr zeigen, wenn den die Qualität stimmt und wenn man ein solches Teleskop im Griff hat.
Ökonomisch betrachtet sind solche Doppelteleskope.....etwas unvernünftig....!?
Aber Durchschauen macht eben extrem viel Spass.
Wenn so etwas "leistbar" ist, kann ich nur raten, mal durchzusehen.

Gruß
Günther
Überprüft, was immer auch geschrieben steht,
wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht.
Das mehrt die eigene Erfahrung
und bringt so manche Offenbarung.
Des Astronomen wahre Freude
ist schließlich die Photonenbeute.
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